Bildung, Blaulicht, Bauplätze und mehr

Pascal Rambaud und Christa Strobel vor dem alten Hallenbad. Foto: Kossmann
Pascal Rambaud und Christa Strobel vor dem alten Hallenbad. Foto: Kossmann - (Bild 1 von 1)

St. Ingbert. Zu ihrem traditionellen Pressegespräch trafen sich Stadtverbandsvorsitzender Pascal Rambaud und Christa Strobel, Referentin für Öffentlichkeit, mit dem WOCHENSPIEGEL. U.a. sprachen sie über Wohnungsbedarf, Stadtentwicklung, Blaulichtdienste und Krisenmanagement, Schul- und Erwachsenenbildung.

So gäbe es derzeit einen Mehrbedarf von 600 bis 800 Wohnungen. Problem sei jedoch die geographisch bedingte Tallage der Stadt, die keinen Raum für größere Neubaugebiete böte. Auch erfordere ein Leerflächenmanagement in bestehenden Wohnebereichen einen weiteren Straßenausbau und die Umgestaltung von Landflächen. Auf die überwiegenden Bauplätze in privater Hand habe die Stadt keinen Zugriff, so dass hier keine weiteren Ressourcen politisch beeinflussbar seien.

Hoffnungsschimmer sei der Schmelzer Wald. Dieser biete Platz für 20 neue Wohneinheiten. Der Situation gegenüber stünden viele junge Familien, welche gerne in St. Ingbert ansässig würden, beispielsweise aufgrund der guten Infrastruktur mit den vorhandenen Bildungseinrichtungen. Die zudem teilweise alte Bausubstanz und die innerörtlich ungünstige Lage werfe die Frage auf, wie man hier mit Starkregenereignissen umgehen könne. Das von Landesebene erstellte Starkregenkataster sowie ein unabhängig hiervon von der Stadt erstelltes Gutachten sollen entsprechenden Aufschluss geben. Das Zusammenspiel von Sicherheit- und Blaulichtdiensten klappe vor Ort hervorragend, hierzu zählen Malteser, DRK, THW, Feuerwehr und Polizei. Ein besonderer Dank gelte in diesem Rahmen den zahlreichen ehrenamtlich Tätigen, die sich zur Sicherheit und zur Hilfe in den Dienst der Bevölkerung stellen. Dies habe sich auch in den erforderlichen Maßnahmen der Pandemie gezeigt. Das Zusammenspiel mit der Stadt sei hier vorbildlich, zum Beispiel bei den Testungen durch das DRK. Im Bereich der Feuerwehren entstehen zwei neue Gerätehäuser in Rohrbach und Oberwürzbach. Das ehrenamtliche Engagement gehe aber natürlich weit darüber hinaus und zeige sich in den zahlreichen Vereinen im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich, im Sport und der Kultur, in der Kirche sowie rund um Schulen und Kindergärten. Mit der 2019 ehrenamtlich eingestellten Integrationsbeauftragten Christina Wieth gäbe es zudem eine wertvolle Bereicherung im gegenseitigen Miteinander. Christa Strobel, Leiterin der VHS-Nebenstellen Rohrbach und Hassel, verwies zudem auf das vielseitige Angebot der VHS im Bereich der Aus- und Weiterbildungen.

Vielfältiges ehrenamtliches Engagement

Auch Einzelaktionen wie das Anbringen von innerstädtischen Pfandringen durch die Junge Union seien Beispiele des vielfältigen Engagements und würden positiv wahrgenommen. Zum Abschluss des Gespräches folgte ein Fototermin vor dem alten Hallenbad. „Von zentraler Bedeutung in den kommenden Monaten und Jahren wird es sein, dass wir Orte, die seit langer Zeit ungenutzt oder gar falsch genutzt werden, neu entwickeln. Einen wichtigen ersten Schritt waren die Tischtennishalle und Thume-Eck. Dazu zählt natürlich auch das alte Hallenbad, die TG-Halle in Rohrbach oder andere Bauruinen. Diese Orte kann man besser nutzen“, so Pascal Rambaud abschließend. ks

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