Biker fürs Kinderhospiz- und Palliativteam

Saarbrücken. Der Verein Pop & Rock e.V. veranstaltete erstmalig den „Saarland Run – Ride for children“ als Benefizevent für das Kinderhospiz- und Palliativteam Saar. Mehr als 300 Biker mit ihren Motorrädern folgten der Einladung und versammelten sich auf dem Tbilisser Platz vor dem Staatstheater.

Der ehemalige Militärpfarrer Axel-Maria Kraus nahm die Bike-Segnung vor und schickte die Zweiradfans auf die Rundfahrt um Saarbrücken. Im Anschluss konnten sich alle bei guter Musik und bester Bewirtung zum Austausch und Fachsimpeln zusammenfinden. Das Kinderhospiz- und Palliativteam Saar war mit einem Informationsstand vor Ort und stand für Fragen rund um die ambulante Kinderhospizarbeit zur Verfügung.

„Es war beeindruckend zu sehen, wie die vermeintlich ,harten‘ Jungs und Mädels sich für unsere Arbeit interessierten und fleißig spendeten. Wir sind sehr dankbar, dass der Verein uns als Spendenempfänger gewählt hat“, freute sich Carmen Hüther von der Unternehmenskommunikation des St. Jakobus Hospiz.

Auch wenn der Wettergott etwas launisch gestimmt war, tat dies dem Erfolg der Veranstaltung keinen Abbruch. 5 555,55 Euro kamen zusammen, die Marius Altmeier aus dem Organisationsteam stellvertretend für den Veranstalter an die Bereichsleiterin Vanessa Fritzen vom Kinderhospiz- und Palliativteam Saar vor der Ludwigskirche übergeben konnte.

„Wir kämpfen nach wie vor in der Gesellschaft gegen dieses „Rocker-Klischee“ an, erklärte Marius Altmeier. „Wir hoffen deshalb mit unserer Aktion ein Zeichen in die richtige Richtung setzen zu können“, wünschte sich der Mitorganisator und

Bikefan.

„Mit diesem Geld können wir Angebote für unsere betreuten Familien mit ihren schwerstkranken Kindern in der bestehenden Form weiterhin kostenfrei vorhalten. Therapien wie beispielsweise die tiergestützte Therapie mit Pferden oder Hunden gehören nicht zum Leistungsumfang der Kostenträger und müssen deshalb über Spenden refinanziert werden. Auch die Kosten vieler weiterer Projekte wie Trauerarbeit, Hospizwald, Aroma- und Musiktherapie, ehrenamtliche Hilfen, das Netzwerk für das schwerkranke Kind oder auch gemeinsame Feste, um nur einige zu nennen, werden nicht übernommen“, freute sich Vanessa Fritzen.

Der „Saarland Run“ soll keine einmalige Aktion bleiben. Der soziale Club Pop & Rock e.V. strebt eine Zusammenarbeit mit dem Kinderhospiz- und Palliativteam an, um die schwerstkranken Kinder und Jugendlichen im Saarland auch in Zukunft zu unterstützen.red./tt

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