Begegnungsfest im Echelmeyerpark

Großer Andrang herrschte beim Begegnungsfest im Saarbrücker Echelmeyerpark. Foto: privat
Großer Andrang herrschte beim Begegnungsfest im Saarbrücker Echelmeyerpark. Foto: privat - (Bild 1 von 1)

Saarbrücken. Livemusik und lautes Lachen klangen durch den Saarbrücker Echelmeyerpark – Kinder und Erwachsene probierten ihre Zirkuskünste aus, riesige Seifenblasen glitzerten in der Sonne, eine lange Schlange hatte sich gebildet, an deren Ende Kinder zu Schmetterlingen, Paradiesvögeln oder Monstern geschminkt wurden.

Die bunten Picknickdecken und Bierzeltgarnituren, die überall im Park verteilt wurden, waren alle belegt – deutsche, ukrainische und englische Sprachfetzen waren zu hören, der Geruch von Würstchen lag in der Luft. Im Hintergrund erklang Swingmusik, ein paar Mutige schwangen dazu ihre Hüften und freuten sich über die vereinzelten Regentropfen als willkommene Erfrischung.

Die Kleinen suchten sich beim Bücherflohmarkt neue Bücher aus oder bemalten Plakate, die Größeren spielten Fußball oder versuchten sich auf der Slackline und beim „Cornhole“.

„Unser Fest hat seinen Sinn und Zweck voll und ganz erfüllt, wir hätten uns nicht träumen lassen, dass es so gut besucht sein wird“, freuten sich Anne Immich und Joni Majer, die beiden Initiatorinnen des Begegnungsfestes.

Ausgehend von einer Nachbarschaftsinitiative rund um Eltern der Max-Ophüls-Grundschule nahm die Idee eines gemeinsamen Festes im Park in den letzten Wochen immer konkretere Formen an. Viele freiwillige Helferinnen und Helfer wollten mit den neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ihre Solidarität ausdrücken und eine Möglichkeit zum Austausch von Informationen und Hilfsangeboten schaffen.

So war z.B. auch für Bärbel Sieg, die Gemeindereferentin der benachbarten Kirche St. Michael, sofort klar, dass die Gemeinde das Fest mit einem Kuchenbuffet unterstützt. Für Nui Tran, auch Elternteil der Max-Ophüls- Schule und einer der Ideengeber, war es ebenfalls Ehrensache, dass er sich mitsamt seiner Belegschaft aus dem „Sumo Thai Sushi“ um den Würstchenstand kümmert.

Besonders voll wurde es dann zum Nachmittag, als die Solidaritäts-Demonstration auf dem Tbilisser Platz beendet war. Ab da sah man – zusätzlich zu den bunten Plakaten des Festes – auch immer mehr ukrainische Flaggen im Echelmeyerpark.

Eine Frau verteilte selbst gehäkelte blau-gelbe Blumen als Dankeschön für die Solidarität ihrer neuen Saarbrücker Nachbarn. So wie sie, schienen auch weitere ihrer Landsleute froh darüber zu sein, dass vor allem die Kinder auf dem Fest Spaß hatten und dadurch ein wenig abgelenkt waren. Viele Ukrainerinnen und Ukrainer fanden sich auch hinter den Essensständen und am Infostand ein, um tatkräftig zu unterstützen.

Durch die zahlreichen Sachspenden kann der gesamte Erlös des Festes in Höhe von 1100 Euro an die „Aktion Deutschland Hilft“ gespendet werden.red./tt

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