Barrierefrei schaukeln in Schmelz

Neben Bürgermeister Wolfram Lang (rechts) und dem Vorsitzenden des Vereins Pro-Inklusionsschaukel, Peter Haffner (Vierter von links), nahmen mehrere Vertreter des Bauhofs und des Vereins an diesem schönen Ereignis teil. Luitgard Junker (Bildmitte) testete die Schaukel stellvertretend für alle zukünftigen Nutzer. Foto: Fries
Neben Bürgermeister Wolfram Lang (rechts) und dem Vorsitzenden des Vereins Pro-Inklusionsschaukel, Peter Haffner (Vierter von links), nahmen mehrere Vertreter des Bauhofs und des Vereins an diesem schönen Ereignis teil. Luitgard Junker (Bildmitte) testete die Schaukel stellvertretend für alle zukünftigen Nutzer. Foto: Fries - (Bild 1 von 5)
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Schmelz. In leuchtend frischen Farben strahlt sie zwischen Spielplatz und Seniorenheim. Dass die neue Inklusionsschaukel in Schmelz blau-weiß-rot lackiert wurde, ist ein schöner Zufall. Ein passendes Zeichen an dem Ort, der den Namen der französischen Partnerstadt von Schmelz trägt. Dieser Tage wurde das barrierefreie Projekt auf dem Place Mitry-Mory schließlich offiziell eingeweiht – und einem eingehenden Test unterzogen.

Initiiert wurde das Spiel- und Sportgerät vom Verein Pro-Inklusionsschaukel e.V. gem. aus Saarlouis, der in mehreren Bundesländern schon für inklusive Kinderspielplätze sorgte. Allein im Saarland wurden mit seiner finanziellen Hilfe bislang 52 Inklusionsschaukeln realisiert. Der Vorsitzende des Vereins, Peter Haffner, dankte bei der Einweihung des neuesten Projekts in Schmelz speziell den anwesenden Mitarbeitern des Bauhofs, die durch tatkräftige Unterstützung die Fertigstellung erst möglich machten. „Schmelz ist in Sachen Barrierefreiheit schon sehr gut aufgestellt. Da fanden wir diese Inklusionsschaukel besonders im Hinblick auf den Standort eine sinnvolle Ergänzung.“

Der Mitry-Mory Platz sei eine sehr belebte Zone im Ort. Hinzu käme die Nähe zu zwei Seniorenheimen.

Schaukel ergänzt das Angebot für Besucher

Den Tag der Eröffnung nutzte Luitgard Junker, selbst Mitglied im Verein Pro-Inklusionsschaukel und auf einen Rollstuhl angewiesen, für einen ausführlichen Test. Sie resümiert: „Das Schaukeln macht nicht nur Spaß, es ist für uns Rollstuhlnutzer auch ein sehr gutes Training für die Arme.“ Mit oder ohne Hilfe könne sie diese Konstruktionen sehr leicht benutzen.

Wolfram Lang, Bürgermeister der Gemeinde Schmelz, ließ sich eine Testrunde auf der neuen Inklusionsschaukel ebenfalls nicht nehmen. „Die Nutzung steht jedem offen. Ich sehe auch immer wieder Kinder, die auf der Schaukel Spaß haben. Das ist völlig in Ordnung.“ Primär ist die Schaukel mit ihrer variablen ­Rampe für Menschen gedacht, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind und herkömmliche Spiel- und Sportgeräte nicht nutzen können. Auch Kinder mit motorischen Einschränkungen profitieren laut Verein enorm von einem solchen Angebot. Und schließlich sind auch nichtbehinderte Menschen herzlich willkommen, das einmalige Schaukelerlebnis zu genießen. „Wir machen bei all unseren Projekten die Erfahrung, dass sie prima angenommen werden“, fasste Luitgard Junker zusammen. „Es ist eine Freude, so vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu schenken.“ cf

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