Auffälliger Rechtsruck

Zweibrücken. Alle Wahlbezirke und Briefwahllokale sind ausgezählt und das vorläufige Endergebnis der Zweibrücker Stadtratswahl steht fest. Die Wahlbeteiligung steigerte sich im Vergleich zur Kommunalwahl 2019 deutlich. 57,3 Prozent der Wahlberechtigten gaben bei dieser Wahl des Stadtrates ihre Stimme ab. Vor fünf Jahren waren es 50,2 Prozent gewesen.

Insgesamt gaben 15 150 von 26 429 Stimmberechtigten ihren Wahlzettel ab. 517 Stimmzettel wurden als ungültig gewertet, was einer Quote von 3,4 Prozent entspricht. Insgesamt wurden 537 187 gültige Stimmen abgegeben, 315 180 in den Urnenwahllokalen und 222 007 Stimmen per Briefwahl. Die CDU kommt auf 29,7 Prozent der Stimmen, die SPD auf 24 Prozent, die AfD erreicht 19,9 Prozent, die Grünen kommen auf 9,9 Prozent, die FWG erhält 10,1 Prozent, die FDP 3,9 Prozent und die PARTEI 2,5 Prozent. Damit ergibt sich folgende Sitzverteilung im Stadtrat: Die CDU kommt auf zwölf Sitze, die SPD auf neun, die AfD auf acht, die Grünen und die Freien Wähler auf vier, die FDP auf zwei und die PARTEI erhält einen Sitz.

„Zuerst das erfreuliche dieser Stadtratswahl. Es gehen wieder mehr Menschen wählen und entscheiden sich aktiv dafür ihren Beitrag zu unserer Demokratie zu leisten. Mehrheitsbildungen werden mit dem neuen Stadtrat sicher schwerer werden als in der Vergangenheit. Das muss kein Nachteil sein, denn Demokratie lebt vom Austausch von Argumenten, Diskussion und Pluralismus. Auffällig ist natürlich, dass auch Zweibrücken einen deutlichen Rechtsruck verzeichnet. Wir müssen nun parteiübergreifend Lösungen und Wege finden, um mit dieser Situation umzugehen.“, so Oberbürgermeister Dr. Marold Wosnitza nach Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses. red./jj

  • Jetzt teilen:

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de