Blieskastel. Wussten Sie eigentlich das Blieskastel eine außergewöhnliche historische Vergangenheit hat? Die gesamte Altstadt des kleinen Städtchens an der Blies steht unter Denkmalschutz und genießt eine besondere Aufmerksamkeit. Zu einer Zeit, in der in Saarbrücken die Fürsten oder in Zweibrücken die Herzöge residierten, etablierte sich zwischen den Jahren 1773 und 1793 die gräfliche Familie von der Leyen. Sie hat für etwas Glanz und ein bisschen Gloria gesorgt, spätestens als der Sohn der bekannteren Marianne von der Leyen das Regieren übernahm. Philipp von der Leyen gönnte sich 60 Gardisten, die für verschiedene Aufgaben innerhalb der Residenz an der Blies verantwortlich waren. Bewachung der Schlösser, Brandschutz, Polizeiaufgaben, Aufsicht über die Schänken sowie das Repräsentieren in prächtigen Uniformen.
Die französische Revolution fegte das alles dann hinweg und Blieskastel verlor seine barocken Herrscher. Für einen kleinen Augenblick sorgt die Stadt im Saarpfalz Kreis für ein Rückkehr in die Zeit des Hochadels. Der Kommandant der Schlossgarde erzählt bei einem abendlichen Rundgang durch die Gassen aus dieser Zeit und versucht dabei noch neue Gardisten oder Hofdamen anzuwerben. Möchten Sie mehr davon erfahren? Dann kommen Sie am Freitag, den 22.Mai 2026 um 18.00 Uhr zur Markthalle am historischen Rathaus in Blieskastel und beginnen Sie eine kleine Zeitreise mit Feldwebel Kamper. Auf einem Rundgang, mit abschließendem gräflichem Umtrunk , tauchen Sie in eine Zeit ein, die es heute nicht mehr gibt.
Die Strecke verläuft über die Altstadt, den Schloßberg, die Orangerie und endet Paradeplatz. Anmeldungen nimmt das Tourismus Büro Blieskastel unter 06842-9261314 oder per e-mail unter tourismus@blieskastel.de entgegen. Der Eintritt kostet 7 € pro Person. Kinder bis 14 Jahre sind kostenlos.
Unser Leserreporter Marco Hillinger aus Blieskastel




