Aspekte des Kaiserreichs

Blick in die Ausstellung „Monumente des Krieges“ im Historischen Museum Saar. Foto: André Mailänder
Blick in die Ausstellung „Monumente des Krieges“ im Historischen Museum Saar. Foto: André Mailänder - (Bild 1 von 1)

Saarbrücken. Anlässlich der Gründung des Deutschen Kaiserreiches vor 150 Jahren werden im Historischen Museum Saar namhafte Historiker neuere Forschungen zur Geschichte des ersten deutschen Nationalstaats präsentieren. Die kostenlosen Vorträge finden ab 24. Juni sowohl in Präsenz als auch online statt und sollen die Ausstellung „Monumente des Krieges“ begleiten. Um Voranmeldung wird gebeten.

Auch 150 Jahre nach der Gründung des Deutschen Kaiserreiches wird der erste Deutsche Nationalstaat kon­trovers diskutiert und unterschiedlich bewertet. Seine Geschichte wirkt bis in die Gegenwart hinein: Symbole des Kaiserreiches sind auf Demonstrationen zu sehen, kommen innerhalb von Verschwörungserzählungen zum Tragen und das ehemalige Kaiserhaus fordert Besitztümer zurück.

Die Veranstaltungsreihe „Neue Perspektiven auf das Deutsche Kaiserreich“ möchte neuere Forschungsansätze über die Zeit zwischen 1871 und 1918 präsentieren. Den Anfang macht der Freiburger Historiker Jörn Leonhard mit dem Vortrag „Einbinden und Ausschließen – Das Deutsche Kaiserreich und die Ambivalenzen des Nationalismus“ am 24. Juni um 19 Uhr im VHS-Zentrum am Schlossplatz. Am selben Ort wird der Ludwigsburger Historiker Tobias Arand am 1. Juli Zeitzeugenberichte aus dem Krieg von 1870/71 vorstellen. Vor der Sommerpause wird Gabriele Clemens, Professorin für Landesgeschichte an der Universität des Saarlandes, am 8. Juli im Historischen Museum Saar schließlich über Frauen im Kaiserreich sprechen.

Die Vortragsreihe wird ab dem 2. September fortgesetzt und endet am 28. Oktober mit einer Podiumsdiskussion, welche die Vorträge in einen regionalen Bezug stellt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte, dem Historischen Museum Saar, dem Lehrstuhl für Neuere Geschichte und Landesgeschichte der Universität des Saarlandes und der Staatskanzlei des Saarlandes.

Da die Plätze begrenzt sind, wird um Anmeldung gebeten unter Tel. (0681) 506-4506 während der Öffnungszeiten des Museums; Mail: info@hismus.de). Informationen zu Stream-Möglichkeiten gibt‘s unter landesgeschichte-saar.de/stream.red./tt

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