Ambitionierte, künstlerische Ziele

Verabschiedung in den Ruhestand: Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder und Dr. Britta E. Buhlmann. Foto: Bezirksverband Pfalz
Verabschiedung in den Ruhestand: Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder und Dr. Britta E. Buhlmann. Foto: Bezirksverband Pfalz - (Bild 1 von 1)

Kaiserslautern. „Als Museumschefin hat sie 28 Jahre lang im mpk gewirkt und es geprägt“, sagte Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder bei einer Feierstunde zur Verabschiedung von Dr. Britta E. Buhlmann in den Ruhestand. Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) präsentiere sich heute „auf höchstem Niveau.

Wieder bezeichnete die Kunsthistorikerin als „kompetent, ideenreich, spannend, fordernd und intensiv“. Sie habe „mbitionierte künstlerische Ziele für das Haus gesteckt“ Ihre sprühende Begeisterung für Kunst“ wirke ansteckend und mache neugierig. Sie könne über Kunst nicht nur geschliffene Vorträge halten, sondern die Menschen begeistern und sie dort abholen, wo sie stünden. Wer Erfolg haben wolle, so Wieder, dürfe das Risiko nicht scheuen. Insofern sei Buhlmann eine „mutige und konsequente Vertreterin ihres Tuns“. Mit zahlreichen außergewöhnlichen Ausstellungen habe sie große Erfolge gehabt. Im Namen des Bezirksverbands Pfalz dankte er ihr für ihr unermüdliches Engagement.

Sie sei eine wunderbare Museumsdirektorin gewesen, meinte der Kölner Galerist Werner Klein. Kunst kreiere Abstand zum Geschehen, entfalte Denkraum, den man allerdings schaffen müsse. Britta Buhlmann habe diesen Ort bereitgestellt. Auch wenn man sie als Direktorin vermissen werde, prophezeite er, dass das mpk unter neuer Leitung seinen Platz in der Kunstszene behalten werde.

Sie habe das Haus auch baulich vorangetrieben, und so sei das Museum einer der schönsten Orte der Kunst weit über die Region hinaus. Britta Buhlmann habe unermüdlich Galerien, Messen und Ateliers besucht, um zu fühlen und mit eigenen Augen zu sehen. Nach außen hin habe sie immer ihre Unabhängigkeit bewahrt. Es gebe kaum eine Museumsleiterin, die so viele leidenschaftliche Führungen im Haus durchgeführt hat. Der Bestand sei während ihrer Zeit beträchtlich gewachsen, so dass sich die Sammlung sehen lassen könne.

Weg in die Moderne

Beate Kimmel, Bürgermeisterin der Stadt Kaiserslautern, dankte ihr herzlich für ihr Wirken. Mit ihr ginge eine Ära zu Ende: „Das mpk hat überregionale Bedeutung erhalten und den Weg in die Moderne gefunden.“ Das Museum sei ein Brennpunkt zeitgenössischer Kunst, wobei nicht nur die reichen Sammlungen, sondern auch die Kunstwerke auf dem Vorplatz Beachtung verdienten. „Sie hat das Profil des Hauses geschärft“, sagte Bettina Bachem, Vorsitzende der Freunde des mpk. Mit Ausdauer und Geduld habe sie das mpk „auf nationales, gar internationales Niveau“ geholt. Sie dankte ihr für die freundliche und konstruktive Zusammenarbeit und überreichte ihr als Zeichen ihrer großartigen Leistung einen Lorbeerkranz.

Dr. Britta E. Buhlmann gab Einblick, dass das mpk ihre Lebenswelt zwischen 1994 und 2022 gewesen sei. Vieles sei erreicht worden. Besonders habe sie gefreut, dass die Wochenzeitung „Die Zeit“ dem Museum das Label „Haus der Entdeckungen“ gegeben habe. Mit ihrem Team seien herausfordernde Projekte entstanden, mit denen sie viele Freunde in der Pfalz, in Rheinland-Pfalz, in Deutschland und darüber hinaus gewinnen konnte.

Museumsgeschichte

geschrieben

Sie dankte dem Bezirksverband Pfalz als Träger des Museums, dass er ihr immer die Freiheit gelassen habe. Ihrem hochengagierten Team, den Künstlern, den Galeristen, den Pressevertretern sowie den Besuchern dankte sie herzlich. Es sei eine reiche, herrlich lebendige und interessante Zeit im mpk gewesen. Direktor Steffen Egle hob hervor, dass Britta Buhlmann Museumsgeschichte geschrieben habe. Sie habe nun den Staffelstab übergeben und er wolle auf dem aufbauen, was sie geschaffen habe, und neue Perspektiven entwickeln.red./dos

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