Alle Ausgaben als ePaper im Überblick

Als „Asozialer“ im KZ

Saarbrücken. In seinem Erzähltheater „Monolog mit meinem ‚asozialen‘ Großvater – Ein Häftling in Buchenwald“ setzt sich Harald Hahn mit dem Schicksal seines Großvaters Anton Knödler auseinander. Dieser war während der NS-Zeit als sogenannter „Asozialer“ im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Die Aufführung beginnt am Dienstag, 27. Oktober, 18 Uhr im Historischen Museum Saar, Schlossplatz 15. Sie dauert etwa 60 Minuten. Anschließend ist ein rund 30-minütiges Publikumsgespräch mit Harald Hahn vorgesehen. Veranstalter ist die LAG Erinnerungsarbeit Saarland in Kooperation mit dem Historischen Museum Saar. Anmeldung unter E-Mail c.gerstner@hismus.de. Ausgehend von seiner Familiengeschichte richtet Hahn den Blick auf eine lange wenig beachtete Opfergruppe der NS-Verfolgung. Die Nationalsozialisten stigmatisierten und verfolgten Menschen, die sie als „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ bezeichneten. Der Deutsche Bundestag erkannte die als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ Verfolgten 2020 offiziell als Opfer des Nationalsozialismus an. Einen regionalen Bezug bildet die Geschichte des Gestapo-Lagers Neue Bremm. Überlieferte Biografien belegen, dass dort ebenfalls Menschen inhaftiert waren, die von den Nationalsozialisten als „Asoziale“ verfolgt wurden. red./jj

  • Jetzt teilen:

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de