Alle Jahre wieder neu

Landrat Dr. Theophil Gallo mit Martin Luckas, Geschäftsführer des Landkreistages Saarland i. R. und Redaktionsleiter Martin Baus (v.l.) bei der Vorstellung des Jahrbuchs 2022. Foto: Kappler
Landrat Dr. Theophil Gallo mit Martin Luckas, Geschäftsführer des Landkreistages Saarland i. R. und Redaktionsleiter Martin Baus (v.l.) bei der Vorstellung des Jahrbuchs 2022. Foto: Kappler - (Bild 1 von 1)

Homburg. „Jedes einzelne Jahrbuch ist etwas ganz Wertvolles und lädt ein, unseren Kreis neu zu betrachten. Wir haben eine interessante Geschichte. Weil die Beiträge aus profunden Federn kommen, ist dies eine Schatzkiste“, unterstrich Landrat Dr. Theophil Gallo bei der Vorstellung der 18. Ausgabe des Saarpfalz-Jahrbuchs.

„Eine Schatzkiste“

Das Jahrbuch kommt im neuen „Kleid“ daher. „Es gibt eine große Themenvielfalt und ein Potpourri an Literatur und Mundart. Die genau 222 Seiten f sind neu gestaltet. Die Farbgebung hat von Blau in Grün gewechselt, und die vor kurzem kreierte Schrift ins Source Serif Variable kam zum Einsatz. Die Bilder wurden mit einem Schlagschatten zur Tiefenwirkung und fast dreidimensionalen Hervorhebung versehen“, informierte Redaktionsleiter Martin Baus vom Fachbereich Kulturmanagement des Saarpfalz-Kreises und bedankte sich bei den Autoren für ihre Bereitschaft, mitzuarbeiten. „Historiker begründen ihre Rückschau mit dem Satz ‚Wer nicht weiß, woher er kommt, der weiß auch nicht, wohin er geht‘. Das Saarpfalz-Jahrbuch zeigt in vielen Beiträgen bis in die jüngste Gegenwart, woher wir kommen, konstatierte Martin Luckas, Politik- und Sozialwissenschaftler, Germanist und ehemaliger Geschäftsführer des Landkreistages Saarland. Aus den 37 Beiträgen griff er einige Beispiele heraus wie den Beitrag über den Bau der Homburger Rundkirche St. Fronleichnam vor 60 Jahren von Heinz Weinkauf, der Anlass für Luckas sein wird, sich die Rundkirche näher anzuschauen. Als St. Ingberter konnte er sich noch gut an „Paul’s Nudelfabrik“ in Rohrbach erinnern, deren Werdegang von Karl Abel nachgezeichnet wird. Der Beitrag von Dr. Bernhard Becker beschreibt die Entwicklung und Bedeutung des kleinen Tagelöhnerhauses in Erfweiler-Ehlingen. Und wichtig für den Nordkreis ist die Aufsatz zur Steinkohlenbergehalde in Höchen von Thomas Klein mit seiner Anregung einer touristischen Nutzung. Erwähnt wurde auch der Artikel von Ludwig Hoffmann zur Landwirtschaft in der Saarpfalz in der Mitte des 20 Jahrhunderts zur Kinderarbeit, der Mechanisierung, der Versorgung der Bevölkerung und dem Klimawandel. Biografien wie jene zu Herzog Christian IV. zu dessen 300. Geburtstag von Dr. Jutta Schwan, Johann Christian (von) Mannlich zum 200. Todestag und Konrad Kötz aus Limbach von Martin Baus oder gar Franz Ehrmanntraut aus Wörschweiler von Jürgen Neumann repräsentierten das eingangs erwähnte Motto historischer Wurzelfindung einer Region. Schließlich erwähnte er auch den Beitrag von Landrat Dr. Gallo zur Bedeutung kommunaler Partnerschaften, die besser unterstützt und finanziert werden müssten: Es handele sich – mit Blick auf Europa, auf Völkerverständigung und auf die friedenssichernde Wirkung solcher Aktivitäten – um eine Aufgabe von nationaler Bedeutung, die nicht von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kommunen abhängen dürfe.

Das „Saarpfalz-Jahrbuch 2022 ist erhältlich in Buchhandlungen, Schreibwarenschäften sowie beim Kulturmanagement des Saarpfalz-Kreises, Tel, (0 68 41) 104-8409, E-Mail Ute.Klosendorf@Saarpfalz-Kreis.de. Es kostet sechs Euro. red./jj

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