Adventsmatinée im Stadtmuseum

Der Pianist Christof Heringer konzertiert auf dem Tafelklavier des Zweibrücker Klavierbaumeisters Matthias Christian Baumann aus dem Jahre 1782. Foto: Veranstalter
Der Pianist Christof Heringer konzertiert auf dem Tafelklavier des Zweibrücker Klavierbaumeisters Matthias Christian Baumann aus dem Jahre 1782. Foto: Veranstalter - (Bild 1 von 1)

Zweibrücken. Am ersten Adventssonntag, dem 28. November, bietet das Stadtmuseum wieder einmal einen besonderen Kunstgenuss.

Der Pianist Christof Heringer, Jahrgang 1961, konzertiert mit seinem Programm „Forum Claviarum – Alte Musik“ auf dem Tafelklavier des Zweibrücker Klavierbaumeisters Matthias Christian Baumann aus dem Jahre 1782. Er spielt u.a. Werke von Purcell, Händel, Bach, Cimarosa und Mozart.

Beginn ist um 11.15 Uhr.

„Forum Claviarum – Alte Musik“

Ein Brief von Wolfgang AmadeusMozart an seinen Vater Leopold hob in den 1950er Jahren die Zweibrücker Klavierbaufirma Baumann plötzlich aus der Vergessenheit: „... Nun habe ich eine Bitte an Sie; - die Baron(in) Waldstätten wird von hier wegreisen – und dürfte ein gutes kleines Pianoforte haben; Ich weiß den Namen des Claviermachers in Zweybrücken nicht mehr, und da wollte ich Sie gebeten haben, eins bey ihm zu bestellen. – es müsste aber in Zeit eines Monats oder längstens 6 Wochen fertig seyn; und der nemliche Preis wie das vom Erzbischof...“

Der hervorragende Ruf der Klavierbauerwerkstatt von Matthias Christian Baumann (Annweiler 1740 – 1816 Zweibrücken) reichte also bis zu den Mozarts.

Da das junge Ehepaar Mozart zur Zeit des Briefes sehr freundschaftlich mit der Baronin Waldstätten verkehrte, kann sicher davon ausgegangen werden, dass Mozart auch auf ihrem Klavier spielte.

1958 gelang es dank einer Initiative des Historischen Vereins, das nicht mehr bespielbare Klavier im Wiener Kunsthandel für das im Wiederaufbau befindliche Zweibrücker Museum anzukaufen. Im Jahr 2003 wurde das Tafelklavier fachmännisch dokumentiert und restauriert.

Es vermittelt nun bei Konzerten eine Vorstellung von den klanglichen Möglichkeiten des 18. Jahrhunderts.

Pianist Christof Heringer

Da das Tafelklavier ein Hausmusikinstrument ist und nicht in größeren Sälen gespielt werden kann, ist die Teilnehmerzahl auf 30 Zuhörer begrenzt.

Eine Warteliste für das nächste Konzert wird angelegt.

Karten sind für 18 Euro beim Kultur- und Verkehrsamt im Behördenzentrum Max 1 (Maxstraße 1, Tel. 0 63 32-871-451 oder 871-471 erhältlich.

Die Veranstaltung wird nach der 2G+ Regel durchgeführt. red./jj

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