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ADAC Luftrettung fliegt 49 000 Einsätze

Bildunterschrift: Im Jahr 2025 flog „Christoph 16“ acht Prozent mehr Einsätze. 
Foto: Ann-Iren Ossenbrink
Im Jahr 2025 flog „Christoph 16“ acht Prozent mehr Einsätze. Foto: Ann-Iren Ossenbrink - (Bild 1 von 1)

Saarbrücken. Die fliegenden Gelben Engel der ADAC Luftrettung sind 2025 erneut zu bundesweit rund 49 000 Einsätzen ausgerückt. Damit wurden die ADAC Rettungshubschrauber pro Tag im Durchschnitt zu 134 Notfällen alarmiert. Das geht aus der zum heutigen „Tag des Notrufs“ veröffentlichten Jahresbilanz der gemeinnützigen Rettungsdienstorganisation hervor.

Unter den 48 908 Einsätzen (Vorjahr 49 048) waren fünf Prozent mehr Flüge (3314) in der Dunkelheit. Ebenfalls um fünf Prozent erhöhte sich die Zahl der hochanspruchsvollen Spezialeinsätze mit Rettungswinde (580).

Im Saarland wurde der am Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 16“ im letzten Jahr zu 1274 Notfällen alarmiert (2024: 1 179 Einsätze). Das ist ein Anstieg um 8,1 Prozent, der sich durch ein insgesamt höheres Aufkommen an Notarzteinsätzen im Saarland begründet.

Haupteinsatzgrund im Saarland waren Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkt und Herzrhythmusstörung (34 Prozent). In 28 Prozent der Fälle wurden die Lebensretter wegen Verletzungen nach Unfällen gerufen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. In 13 Prozent waren es sonstige Notfälle, wie psychiatrischer oder geburtshilflicher Notfall.

Einsatzorte und ­Einsatzstatistik

Die meisten Einsatzorte lagen 2025 wieder in Bayern mit 11.742 (Vorjahr 12.015), hier befinden sich auch die meisten Stationen. Dahinter folgen Rheinland-Pfalz mit 7 786 (7 907), Nordrhein-Westfalen mit 5310 (5 603) und Niedersachsen mit 5 367 (5 394). Bei den Stationen mit den meisten Alarmierungen liegen die ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 31“ in Berlin (2 430), „Christoph 18“ in Ochsenfurt (1 942) und „Christoph 10“ in Wittlich (1 747) auf den vorderen ­Plätzen. Um die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft in Deutschland sicherzustellen, arbeiten für die ADAC Luftrettung gGmbH und deren Tochterunternehmen bundesweit mehr als 1500 Menschen – darunter rund 180 Piloten, rund 670 Notärzte, 245 Notfallsanitäter (TC HEMS) und mehr als 200 Mitarbeitende aus Technik und Wartung. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten. Die Station „Christophorus Europa 3“ in Suben, Österreich, wird gemeinsam mit dem ÖAMTC Christophorus Flugrettungsverein, Wien, betrieben. Die ADAC Luftrettung fliegt mit Hubschrauber und Piloten hier im Winterhalbjahr – im Sommer der ÖAMTC. red./jb

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