Zwei Nationalspieler für die HGS

Tommy Wirtz kommt zurück und Adel Rastoder neu verpflichtet – Loic Lorant geht

Saarlouis. Während sich das Team und Philipp Kessler auf die erste Auswärtspartie in der aktuellen Pokal-Quali am Samstag (19.30 Uhr) bei der ESG Gensungen-Felsberg vorbereiten, hat die Sportliche Leitung der HGS weiter an der Mannschaft für die nächste Saison gearbeitet. Und dabei ist Mathias Ecker ein richtiger Coup geglückt: Tommy Wirtz – aktuell in der 2. Liga für Rimpar aktiv – kehrt zur HG zurück.

Und der luxemburgische A-Nationalspieler bringt auch gleich ein weiteres Top-Talent aus dem Großherzogtum mit: den 20-jährigen Adel Rastoder – ebenfalls schon A-Nationalspieler. Die dritte Personalien betrifft einen Abgang: Der Franzose Loic Laurent wird die HGS verlassen und in seine Heimat nach Lyon zurückkehren.

Die beiden Neuzugänge – ganz im Sinne der HGS-Philosophie „die besten Spieler aus der Region sollen in Saarlouis spielen“ – sind zwei entscheidende Bausteine im zukünftigen Kader des Drittligisten. Davon sind Mathias Ecker und Philipp Kessler überzeugt. Beide Nationalspieler haben einen Vertrag bis 2023 unterschrieben und sind Beleg für das hohe Ansehen, das die HGS nach wie vor genießt.

Rückkehrer Tommy Wirtz

Die Rückkehr von Publikumsliebling Tommy Wirtz dürfte auch die Fans sicher begeistern. Der 28-jährige, der im Sommer seine Arbeit als Lehrer beginnt (Saarlouiser Weg mit Beruf und Leistungshandball), spielt in den Planungen von HGS-Coach Philipp Kessler eine wichtige Rolle: „Der Kontakt zu ihm ist nie abgerissen. Er hat sich in Saarlouis immer sehr wohl gefühlt und wird in der kommenden Saison eine wichtige Rolle in unserem Team spielen. Den Fans ist Tommy bereits als pfeilschneller, treffsicherer Linksaußen bekannt, er wird aber auch auf Rückraum Mitte eingesetzt werden, was unserem Team eine höhere Flexibilität bietet.“

Mathias Ecker spricht von einem „Glücksgriff für den Verein: „Tommy wird neben seinen genialen Fähigkeiten nun auch den Erfahrungsschatz aus einem Jahr in der zweiten Bundesliga bei uns einbringen. Darüber hinaus soll unser Außen-Talent Elyas Noh viel von Tommy lernen und von ihm profitieren.“ Der Zweitliga-Spieler zu seiner Rückkehr nach Saarlouis: „Ich freue mich, dass wir uns einigen konnten und meiner Rückkehr jetzt nichts mehr im Weg steht! Außerdem kann ich es kaum erwarten meine alten Teamkollegen wiederzusehen, in der Stadtgartenhalle zu spielen und die HGS beim ­Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen.“

Neuzugang Adel Rastoder

Auf den 20-jährigen Neuzugang vom Luxemburger Erstliga-Tabellenführer Esch freuen sich Mathias Ecker und Philipp Kessler ganz besonders. Der junge sympathische und bodenständige linke Rückraumspieler stand bereits seit zwei Jahren im Fokus der HGS-Beobachtung und Philipp Kessler sieht in dem talentierten 1,95 Meter großen Nationalspieler eine wichtige Verpflichtung:

„Adel ist ein talentierter, junger und ehrgeiziger Rückraumspieler, der in der Abwehr unseren Innenblock verstärken wird und im Angriff im Zweikampfverhalten seine Qualitäten hat. Seine Zielstrebigkeit und Leistungsbereitschaft sind beste Voraussetzungen, um in Saarlouis den nächsten Schritt im Leistungshandball zu gehen. Wir freuen uns auf ihn.“

Für den 20-jährigen Sportsoldaten aus Luxemburg schließt sich mit seinem Wechsel nach Saarlouis ein Kreis: „Zu Zweitliga-Zeiten war ich als kleiner Junge auf dem Talente-Tag der HGS und ab Sommer werde ich nun selbst das grüne Trikot in der Stadtgartenhalle tragen. Ich freue mich auf die tollen HGS-Fans und möchte meinen Beitrag leisten, damit wir maximal erfolgreich sind. Der Verein hat sich sehr um mich bemüht und mir eine gute Perspektive aufgezeigt; das hat mir sehr ­imponiert.“

Loic Laurent verlässt HGS

Loic Laurent wird die HGS leider verlassen und nach dem Abschluss seiner Physiotherapie-Ausbildung nach Frankreich zurückkehren. Der Verein bedauert dies sehr, da er einen sehr sympathischen, freundlichen und hilfsbereiten Sportler verliert. Mathias Ecker: „Wir sind sehr traurig, dass uns Loic verlassen wird, wenngleich ich seinen Wunsch, zurück in die Heimat zu gehen, absolut nachvollziehen kann. Wir verlieren einen tollen Sportler und einen herzensguten Menschen. Wir wünschen Loic alles Gute!“

Auch Trainer Philipp Kessler bedauert den Weggang von Laurent: „Die Zusammenarbeit mit Loic bereitet mir viel Spaß. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung im Leistungshandball versteht er taktische Zusammenhänge sehr schnell. Zudem ist er menschlich ein super Typ, der jedem einzelnen Spieler versucht im Training zu helfen. Die Mannschaft und ich als Trainer hätten gerne mit ihm weitergearbeitet.“ red./jb

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