„Zwei Herren im Anzug“ in den Lichtspielen

Ein Jahrhundert – eine Familie – drei Generationen: ein Stück bayerische Geschichte

WADERN Die Filmfreunde der Lichtspiele Wadern zeigen am Freitag, 16. November, sowie am Samstag, 17. November, jeweils um 20 Uhr Zwei Herren im Anzug. Außerdem steht am Sonntag, 18. November, um 17 Uhr noch eine Nachmittagsveranstaltung auf dem Programm.

Mit bayerischer Wucht und dabei auch poetisch zeigt Autor, Regisseur und Schauspieler nach Motiven seines erfolgreichen Romans Mittelreich ein Familienepos, in dem gleichzeitig deutsche Geschichte von 1914 bis heute und ein großes Stück Heimat erzählt wird.

Es ist das Jahr 1984 und es ist am Ende des Sommers. Im ausgedienten Tanzsaal eines ehemals traditionsreichen Gasthauses am See, haben der Wirt und Bauer Pankraz und sein 35-jähriger Sohn Semi gerade die letzten Gäste verabschiedet, die zum Leichenschmaus zu Ehren der verstorbenen Frau und Mutter Theres erschienen waren. Nun sitzen Vater und Sohn in erzwungener Gemeinschaft beisammen und unterhalten sich über die Vergangenheit: 1. und 2. Weltkrieg, alliierte Besatzung, der erste Traktor, Kalter Krieg, Wirtschaftswunder, Flüchtlinge, Studentenunruhen, die Familie. Alles kommt stockend und sehr persönlich zur Sprache und (für den Zuschauer) ins Bild.

Zwei unbekannte, vornehm gekleidete Herren werden sie vom späten Nachmittag an bis in die anbrechende Nacht hinein als zwar ungebetene, aber doch eindringliche Stichwortgeber ihres familiären Erinnerns über einen Zeitraum von 70 Jahren begleiten.

Josef Bierbichler, der in „Zwei Herren im Anzug“ Regie führt und vor der Kamera in der Hauptrolle des Pankraz und des Seewirts agiert, hat für dieses Kinoprojekt auch das Drehbuch geschrieben. Bierbichler ist ein großer, das deutsche Theater prägender Schauspieler, der allein dreimal von den Kritikern zum Schauspieler des Jahres gewählt wurde.

Weitere Infos unter www.lichtspiele-wadern.de. red./jb

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