Zwei goldene Ehrennadel des DRK verliehen

Palmira Buffone und Martin Recktenwald aus Urexweiler für 100 Spenden geehrt

UREXWEILER Beim ersten Blutspendetermin des Jahres zog der Vorsitzende des DRK-Ortsverbandes in Urexweiler, Jürgen Przywarra, eine nüchterne Bilanz: Nur 54 Spender waren erschienen, davon fünf Erstspender. Dennoch konnte Przywarra zweimal die Goldene Ehrennadel des DRK-Blutspendedienstes für 100 Blutspenden überreichen. Palmira Buffone aus Berschweiler und Martin Recktenwald aus Urexweiler erhielten eine Urkunde und eine Armbanduhr.

Nicht nur an sich denken

Palmira Buffone betreibt in Berschweiler eine Pizzeria. Seit gut einem viertel Jahrhundert kommt sie inzwischen nach Urexweiler zum Spenden. Angefangen hat die gebürtige Italienirin, die seit 55 Jahren in Deutschland lebt, vor fast 50 Jahren aufgrund eines Aufrufes im Gemeindeblatt. „Man sollte einfach auch mal eine gute Tat vollbringen“, sagt sie. Unterbrochen von Schwangerschaften und Stillzeiten ist sie bis heute dabeigeblieben. „Das tut mir gut und das tut auch anderen gut“, erläutert sie ihre Motivation. Auch die ständige Kontrolle des Blutes gebe ein gutes Gefühl. Außerdem fühle sie sich nach jeder Spende „wie neu geboren“, so Buffone.

Der 60-jährige Kfz-Meister Martin Recktenwald aus Urexweiler hat mit rund 20 Jahren angefangen Blut zu spenden. Ein prägendes Ereignis war damals der Auslöser: In jungen Jahren erlitt er einen Lungenriss – die Ärzte benötigten fünf Vollkonserven um sein Leben zu retten. Danach hat sich Recktenwald entschlossen, die Blutspendenaktionen des DRK zu unterstützen. „Das gibst du zurück“, war damals sein spontaner Gedanke und somit ist er seinem guten Vorsatz bis heute treu geblieben.

„Jeder von Euch hat einhundert mal Leben gerettet“, begann der Ortsvereinsvorsitzende Przywarra die Ehrung. „Eigentlich ist es noch viel mehr, denn durch die modernen Verfahren, bei denen das Blut auch aufgespalten und in seine Bestandteile zerlegt wird, ergeben sich noch viel mehr Möglichkeiten“, erklärt er. Darüber hinaus könnten Blutspenden dazu beitragen, vielen Menschen ein lebenswertes Leben ohne Schmerzen zu ermöglichen. Przywarra erinnerte beispielhaft an den Bedarf von Blutkonserven bei einer Hüftgelenkstransplantation.

Immenser Bedarf

„Blut kann man nicht ersetzen. Es gibt keine künstliche Alternative, obwohl die Forschung mit Hochdruck daran forscht“, machte er deutlich. Die Blutspende sei nach wie vor die einzige Möglichkeit, das kostbare Lebenselixier anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Im Einzugsgebiet der Blutspendezentrale West wird alle 15 Sekunden eine Blutkonserve benötigt. In Deutschland beträgt der tägliche Bedarf 15000 Konserven.

Der nächste Blutspendetermin beim DRK Urexweiler ist am 18. Mai.jam

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