Zurück auf der Erfolgsspur

Ensdorfer MDM Racing mischt mit im BMW 318ti Cup

ENSDORF Das Team von MDM Racing aus Ensdorf hat erfolgreich am 3. Lauf im DMV-BMW 318ti CUP teilgenommen. Dieses Mal ging es ins sächsische Oberlungwitz an den Sachsenring – eine Berg- und Talbahn, die mit einigen Herausforderungen aufwartet.

Als wäre die reine Streckenführung noch nicht fordernd genug, ließ Petrus alle Schleusentore auf und bescherte dem Fahrerfeld ein komplett verregnetes Rennwochenende.

Neben dem BMW 318ti des Teams kam erstmals auch der neue BMW M3 GTR der von dem Schweizer Michael Neuhauser pilotiert wurde zum Einsatz.

In den beiden Sprintrennen griffen Alexander Beeb und der Teamchef Marc David Müller selbst ins Lenkrad des BMW 318ti. Im 318ti Cup teilten sich Marc David Müller und Jan Noller das Cockpit.

Im Sprint Cup konnte Alexander Beeb in einem starken Fahrerfeld einen sehr guten 10. Platz erfahren.

Beachtlich wenn man bedenkt, dass er keinerlei Erfahrungen am Sachsenring hat und überhaupt erst sein 2. Rennen bestritt.

Marc David Müller kam in seinem Rennen sogar aufs Treppchen und feierte einen tollen 2. Platz.

Michael Neuhauser brachte den M3 hervorragend ins Ziel. Fahrer und Auto haben die Feuertaufe oder in diesem Fall eher Regentaufe bestens gemeistert.

Als am Samstag dann die 28 Autos des 318ti Cup in die Startaufstellung rollten, regnete es bereits seit Stunden. MDM-Racing startete bei diesem Rennen von Platz 15. Im Qualifying hatte dies Jan Noller herausgefahren.

Dies war aus zweierlei Hinsicht sehr beachtlich: Jan Noller fährt gerade erst einmal seine 2. Saison im BMW 318ti Cup und konnte berufsbedingt erst am späten Freitagnachmittag anreisen. Aus dem Auto gesprungen und in den Rennoverall geschlüpft musste er sofort ins Rennauto steigen um das Qualifying zu bestreiten. Er hatte ebenfalls keinerlei Erfahrung auf dem Sachsenring und konnte keine einzige Trainingsrunde im Vorfeld absolvieren.

Darüber hinaus kommt Jan aus dem Sim-Racing, bei dem Regen zwar simuliert wird, aber die Realität wie jeder ahnt, doch eine andere ist.

Marc David Müller fuhr den ersten Stint. Bei strömenden Regen und viel Aquaplaning sprang die Ampel von Rot auf Grün und kaum fünf Runden später pilotierte er den 318ti fehlerfrei auf Platz 1. Eine Meisterleistung des Meisters der BMW-Challenge 2019!

Dabei fuhr er mit einer Zeit von 2.01.341 schnellste Rennrunde und wurde dafür mit der „Wiechers Sport Fastest Lap Trophy“ ausgezeichnet. Insgesamt fuhr er stellenweise zwei bis drei Sekunden pro Runde schneller als die Konkurrenz! Für seine Hatz von Platz 15 auf 1 innerhalb von nur fünf Runden wurde Marc David Müller von den Organisatoren zum „Driver of the day“ gekürt.

Nach dem Boxenstopp mit Fahrerwechsel griff dann Jan Noller ins Lenkrad. Leider war der mittlerweile schon beinahe riesige Vorsprung, den Marc herausgefahren hatte, durch mehrere Safety-Car Phasen dahin und Jan musste sich direkt nach Boxenausfahrt im 318 ti-Getümmel beweisen.

Er fuhr auf Anhieb sehr konstante Rundenzeiten und hat schlicht und einfach die Nerven behalten.

Und am Ende sprang ein hervorragender 5. Platz für das Team MDM-Racing heraus. Nach der vielen Arbeit und den vielen Tiefschlägen in diesem Jahr ein Wochenende, über das sich das Team besonders freut.

Marc David Müller: „Ich bin stolz auf dieses Wochenende. Endlich ging unser Plan auf. Der Plan vorn mitzufahren, der Plan unseren Jan vom Simracer zum Realracer zu fördern, als Team die vielen Tiefschläge des Jahres gemeinsam durchgestanden zu haben. Von mir aus kann es so weitergehen“.

Weitergehen wird es dann am 16 und 17. Oktober, wenn die BMW 318ti auf dem Nürburgring an den Start gehen.

red./am

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