Zukunftssicher aufgestellt

Stadt Lebach: Verwaltungsaufgaben mit qualifizierten Personal erledigen

Lebach. Um einer zukunftsorientierten Personalentwicklung Rechnung tragen zu können, hat die Stadt Lebach ein Personalentwicklungskonzept für die Kernverwaltung erstellt, das die Jahre 2021 bis 2026 ­umfasst. Dabei wurde die Aufgaben- und Organisationsstruktur überprüft sowie der Personalbedarf samt Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen ermittelt. Ziel ist es, die Vielzahl der Verwaltungsaufgaben auch zukünftig im Sinne des Gesetzgebers und im Interesse der Bürger wahrnehmen zu können.

Verschlankung der ­Personalstruktur

Während im Jahr 2000 noch 89 Männer und Frauen in der Kernverwaltung der Stadt Lebach beschäftigt waren, liegt die Summe aller Beschäftigten am 1. Januar 2021 bei 63. Die Gegenüberstellung zeigt, dass die Verwaltungsstruktur verschlankt und der Personalstamm in den letzten 20 Jahren um ca. 30 Prozent reduziert wurde.

Diese Verschlankung konnte nur durch organisatorische Veränderungen realisiert werden. So wurde eine Struktur mit Fachbereichen und untergeordneten Sachgebieten etabliert, die u.a. einen flexibleren Personaleinsatz fördert und die gegenseitige Vertretung innerhalb eines Fachbereichs sichert. Die neue Organisationsstruktur hatte auch zur Folge, dass die Arbeitsabläufe in den einzelnen Fachbereichen optimiert werden konnten.

Allerdings hat die Erfahrung der letzten Jahre auch gezeigt, dass es unumgänglich ist, die Gesamtverantwortung für alle Fachbereiche wieder von einer zentralen Stelle aus zu steuern. Nach dem ruhestandsbedingten Ausscheiden des Geschäftsleitenden Beamten war diese Stelle seit Jahren nicht mehr existent. Gerade bei fachbereichsübergreifenden Entscheidungen hat dies zu Problemen geführt. Deshalb fand der Vorschlag der Stadtverwaltung, wieder einen Geschäftsleitenden Beamten einzusetzen, auch bei allen Fraktionen im Lebacher Stadtrat einstimmige Zustimmung. Der Geschäftsleitende Beamte fungiert als zentrale Anlaufstelle und wirkt entscheidend bei bereichsübergreifenden Fragen mit. Er ist Dienstvorgesetzter des gesamten Personals und verantwortlich für die Organisation der Verwaltung.

Verjüngung der ­Kernverwaltung

Obwohl die Personalfluktuation innerhalb der Kernverwaltung sehr gering ist, entstehen durch Schwangerschaften, Elternzeit und Krankenstand, vor allem aber aufgrund des verstärkten Eintritts in den Ruhestand Engpässe. Gerade in den letzten Jahren wurden viele Beschäftigte, die überwiegend altersbedingt ausgeschieden sind, nicht mehr ersetzt. Bis zum Jahr 2031 werden weitere 19 Beschäftigte in Ruhestand gehen.

Derzeit gehören insgesamt 23 Beschäftigte den Altersgruppen 55 bis 59 und 60 bis 64 Jahre an, nur acht sind 34 Jahre und ­jünger.

„Dieser Entwicklung müssen wir entgegensteuern“, sagt Bürgermeister Klauspeter Brill, der sich ganz bewusst für die Verjüngung der Kernverwaltung einsetzt. So wurden in den letzten beiden Jahren sieben Auszubildende eingestellt - mit der Perspektive auf eine Festanstellung bei der Stadtverwaltung. Aus dem Personalentwicklungskonzept ist auch ersichtlich, dass rund Dreiviertel der Beschäftigten in Vollzeit und etwa ein Drittel in Teilzeit arbeiten. Das Verhältnis zwischen Männer und Frauen in der Kernverwaltung ist nahezu ausgeglichen (31 Frauen/32 Männer).

Bildung und Betreuung zentrales Thema

Im Gegensatz zur Verschlankung der Kernverwaltung wurden zur Betreuung der Kinder im Vorschulbereich und der Freiwilligen Ganztagsbetreuung an den Grundschulen jedes Jahr verstärkt Fachkräfte eingestellt, so dass die Stadt Lebach mittlerweile insgesamt 120 Beschäftigte in diesem Bereich hat. Waren im Jahr 2000 noch 28 Mitarbeiter in den städtischen Kindergärten beschäftigt, sind es heute in den städtischen Kitas 90.

Bürgermeister Klauspeter Brill erklärt: „Die Bildung und Betreuung unserer Kinder liegt mir sehr am Herzen, hier müssen wir unbedingt dem ständig steigenden Anforderungsbedarf gerecht werden. Das funktioniert nur, wenn wir über genügend qualifiziertes Personal verfügen. Wichtig sind mir aber auch die Gesundheit und Zufriedenheit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aus diesem Grund wird es auch in der Kernverwaltung keine weiteren Personaleinsparungen mehr geben. Wir werden sukzessive weiter an der Verjüngung unseres Personalstamms arbeiten, damit wir auch in Zukunft alle Aufgaben zum Wohl unserer Stadt bewältigen können.“

red./jb

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