Zügige Hilfen und Öffnungsperspektive

Junge Union sorgt sich um Solo-Selbstständige, Gewerbetreibende und Vereine

Kreis Merzig-Wadern. Mit Sorge betrachtet die Junge Union Merzig-Wadern die aktuelle Situation der Gewerbetreibenden und des Einzelhandels, aber auch der Vereine im Grünen Kreis. Mit Beginn des zweiten Lockdowns im November (den die JU ausdrücklich unterstützt) wurden zahlreiche Gewerbezweige erneut geschlossen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer vor schwierige finanzielle Fragen gestellt.

Bis heute, so die JU in einer Erklärung, wartet eine Vielzahl von Unternehmern auf die Auszahlung der November- und Dezember- beziehungsweise Überbrückungshilfen. Seit drei Monaten müssten diese weiterhin Fixkosten wie Miete und Löhne aufbringen, ohne dass sie Einnahmen verbuchen können. Viele hätten bereits Kredite aufnehmen. müssen.

Mittlerweile kämpften viele Unternehmer und deren Mitarbeiter um ihre Existenz, zeigt sich Damian Specht, der Kreisvorsitzende der Jungen Union Merzig-Wadern, besorgt.

Zwar habe die Auszahlung erster Abschlagzahlungen begonnen, jedoch seien in einigen Fällen bereits hohe Summen an Ausgaben bei den Unternehmern aufgelaufen.

Die JU fordert eine Beschleunigung des Prozesses: „Dass wir alles tun müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern ist uns bewusst, jedoch müssen wir gleichzeitig auch dafür sorgen, dass die Menschen nicht von einer Gesundheitskrise in eine finanzielle Existenzkrise geraten.“

Deshalb müssten zeitnah Hilfen in größerem Umfang an die Unternehmen und Selbstständigen fließen.

Ein erster positiver Lichtblick, so die JU, sei die Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier, die Hürden für Corona-Hilfen zu senken. Dennoch stellten die Abschlagszahlungen in vielen Fällen nur noch einen Tropfen auf den heißen Stein dar: „Mit einhergehend muss auch eine Perspektive zur Öffnung der Geschäfte unter Einhaltung strikter Hygienevorschriften kommen“, fordert JU-Chef Specht.

Vor dem Hintergrund einer Verlängerung des Lockdowns fordert die JU zudem eine Ausweitung der Hilfen für die lokalen Vereine, zum Beispiel durch eine zweite Auszahlungsrunde.

Die Vereine hätten ebenfalls seit Monaten laufende Kosten für den Unterhalt ihrer Einrichtungen zu tragen und große Einnahmeausfälle durch das Wegbrechen ihrer Veranstaltungen.

„Mittlerweile befinden wir uns im dritten Monat des zweiten Lockdowns und ein zeitnahes Ende ist nicht in Sicht. Entsprechend müssen daher auch die Hilfen für unsere Vereine angepasst werden. Wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir nach der Pandemie unseren Landkreis nicht mehr wiedererkennen, denn dann werden viele Geschäfte, Gaststätten und Vereinshäuser ihre Türen für immer geschlossen halten“, fürchtet JU-Kreisvorstandsmitglied Michael Molitor. red./am

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