Zentraler Baustein der Versorgung

Spatenstich zur neuen Notaufnahme am CaritasKlinikum St. Theresia Saarbrücken

SAARBRÜCKEN Am CaritasKlinikum Saarbrücken St. Theresia haben die Baumaßnahmen zur Errichtung einer neuen Zentralen Notaufnahme begonnen. „Um die Aufnahmefähigkeit zu erhöhen, werden wir einen zentralen Notaufnahmebereich mit den erforderlichen umfangreichen Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung schaffen“, erklärte Rafael Lunkenheimer, Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts) beim offiziellen Spatenstich.

Zentraler Baustein der Notfallversorgung

„Damit wird das Klinikum in die Lage versetzt, die Qualität der Patientenversorgung im Bereich der Notfallversorgung erheblich zu erhöhen. Die neue Zentrale Notaufnahme ist eine wichtige Investition in die Zukunft und ein zentraler Baustein der Notfallversorgung in der Region. Der offizielle Spatenstich ist ein wichtiges Signal nach innen in die Klinik und nach außen in die Öffentlichkeit“, sagt Lunkenheimer. „Auch um zu dokumentieren, dass wir in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in die Zukunft des CaritasKlinikums investieren.“ Die ZNA ist letztlich für 40 000 bis 45 000 Patientenkontakte im Jahr ausgerichtet und soll im 1. Quartal des kommenden Jahres in Betrieb gehen.

„Die rund um die Uhr stattfindende Notfallversorgung von Patienten mit akuten Gesundheitsproblemen ist eine grundlegende, unverzichtbare medizinische Leistung für die Bevölkerung“, sagte die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann beim Spatenstich. „Wir brauchen in diesem kleinen Land die beste medizinische Versorgung und ich bin froh, dass das CaritasKlinikum die Impulse aufgegriffen hat – es ist eine tragende Säule in der medizinischen Versorgung des Landes und ein wichtiger Partner für die Landesregierung.“

Nach Fertigstellung ist eine sinnvolle Trennung der Aufnahme, Untersuchung und Erstbehandlung von Notfallpatienten und elektiven Patienten möglich. Die Notaufnahme ist künftig die zentrale Anlaufstelle für alle notfallmäßig ankommenden Fälle, in der die Patienten fachärztlich triagiert, weiter untersucht und behandelt werden. Neben Triage-, Beobachtungs-, Untersuchungs-, Behandlungs- und Eingriffsräumen gibt es einen großzügigen Warte- und Eingangsbereich. In Planung ist ebenfalls ein gemeinsamer Tresen mit der im Krankenhaus befindlichen Ambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung.

„Damit ist eine enge Verzahnung in der Zusammenarbeit der beiden Organisationen gewährleistet“, betont Margret Reiter, Kaufmännische und Ärztliche Direktorin des CaritasKlinikums Saarbrücken. „„Neben einer erheblichen Verbesserung der Versorgungsqualität unserer Patientinnen und Patienten bedeutet es vor allen Dingen für die derzeit in beengten räumlichen Verhältnissen arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Quantensprung in der Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen“, ergänzt sie.

Damit wird das Klinikum auch in die Lage versetzt, die geltenden Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses zu erfüllen: Planung und Umsetzung basieren darauf und ermöglichen nach Fertigstellung eine inhaltlich sinnvolle Trennung der Aufnahme, Untersuchung und Erstbehandlung von Notfall-Patienten und elektiven Patienten.

Investitionen sind gut angelegtes Geld

Professor Josef Hecken, Vorsitzender des gemeinsamen Bundesausschusses, erläuterte in seiner Ansprache, dass die neue ZNA ein wesentlicher Baustein zur medizinischen Versorgung sei. „Die rund 5 Millionen Euro sind gut angelegtes Geld“, sagte er in Richtung der Ministerin. „Diese Investition ist hier angesichts der Fallzahlen genau richtig.“

„Mit der neuen Zentralen Notaufnahme werden sowohl die internen Organisationsstrukturen verbessert wie auch die externen, an der Notfallversorgung beteiligten Organisationen noch enger miteinander verzahnt“, ergänzte cts-Geschäftsführer Rafael Lunkenheimer.

Der Liegend-Kranken-Eingang mit entsprechender Zufahrtsmöglichkeit für Kranken- und Rettungsfahrzeuge erhält eine neue Vorfahrt-Halle als Witterungsschutz. Zusätzlich werden besondere Lärmschutzmaßnahmen realisiert. Über den Windfang bzw. den internen Erschließungsflur ist eine kurze Verbindung zu Schockraum, Wartebereich und Leitstelle gegeben. Neben dem Zugang für Liegend Kranke ist zusätzlich ein direkter Zugang von außen in den U/B-Raum für infektiöse Patienten angeordnet. Für den Umbau im Bestandsgebäude wird eine Fläche von ca. 1 100 Quadratmetern bis zum Rohbau entkernt und neu geordnet. Die Fensteröffnungen werden vergrößert und die Fassade in diesem Bereich umfassend saniert. Die gesamte technische Gebäudeausrüstung wird erneuert.

Die Baukosten werden auf ein Gesamtvolumen von rund 7,5 Millionen Euro geschätzt. Darin enthalten ist eine Förderung von 4,9 Millionen Euro seitens des saarländischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie erhalten. Nach einer Richtlinie des gemeinsamen Bundesausschusses zur Notfallversorgung fördert die Landesregierung Baumaßnahmen im Zusammenhang mit der Notfallversorgung und dem Bau beziehungsweise der Umstrukturierung von zentralen Notaufnahmen.red./tt

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de