Zeitnahe Realisierung gefordert

CDU sieht sich durch Forderung der Landrätin zur Gesundheitsversorgung bestätigt

WADERN/LOSHEIM AM SEE „Die CDU-Wadern will die zeitnahe Realisierung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) mit angeschlossener stationärer Versorgung. Nach dem Aus der Akutversorgung des St. Josef Krankenhauses in Losheim sieht sich der CDU-Stadtverband bestätigt in seiner Forderung nach einem MVZ und einer angeschlossenen stationären Akutversorgung“, teilt der Stadtverbandsvorsitzende des CDU-Stadtverbandes Wadern, Michael Leibig, in einer Stellungnahme mit.

„Die Entwicklung in Losheim war nach der Verlagerung der Orthopädie nach St. Wendel absehbar. Wir haben die Marienhaus GmbH in der Vergangenheit bereits als sehr unzuverlässigen und nicht glaubwürdigen Partner erlebt. Dass die Bestandszusage für Losheim wiederum nicht eingehalten wird, überrascht mich nicht“, führt Leibig aus.

„Die Versorgungssituation bei uns im Hochwald wird jetzt noch bedrohlicher. Ein vernünftiges Konzept der Gesundheitsversorgung ist jetzt dringender denn je. Hier muss jetzt sehr schnell ein schlüssiges Konzept her.

In dem Angebot der SHG mit geplanten 70 Betten für Schlaganfall-Patienten und zehn Betten für die innere Medizin sowie einem MVZ sehen wir derzeit eine realistische Lösung – sowohl vom Zeitplan als auch in der Kostenplanung. Wir erwarten hier von der Landesregierung rasche Verhandlungsergebnisse“, betont Leibig.

„Als Standort des MVZ in Wadern sehen wir nach wie vor einen Platz in der Nähe der Rettungswache als ideal an. Uns ist bewusst, dass dieses Gelände nicht im Besitz der Stadt Wadern ist. Wir müssen alles daransetzen, dieses Gelände zu erwerben“, findet Leibig„

Mit einem MVZ würde auch dem Ärztemangel auf dem Land entgegen gewirkt.

Ein MVZ entspreche in seiner arbeitsteiligen Struktur den Wünschen vieler junger Ärzte nach einer Tätigkeit in einem Angestelltenverhältnis mit geregelten und flexiblen Arbeitszeitmodellen einerseits und dem kollegialen Austausch zwischen Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen andererseits. Die Chance, Ärzte für die Versorgung auf dem Land zu gewinnen, werde damit größer.

Dass Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen an einem Standort zusammenarbeiten, sei aber vor allem von zentralem Nutzen insbesondere für ältere Patienten, da ihnen lange Wege erspart bleiben.

Der CDU-Stadtverband sieht sich auch in der Forderung der Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich zum Ausbau der Telemedizin und der daraus resultierenden Digitalisierung bestätigt. Dies ist ein wichtiger Baustein zur Gesundheitsversorgung vor Ort.

Dies könnte alles in einem MVZ, wie es die CDU schon seit längerem fordert, abgebildet werden.

„Wir könnten so in Zusammenarbeit mit geeigneten Krankenhäusern die entsprechenden kardiologischen und neurologischen Angebote erhalten Angebote erhalten und die medizinischen Leistungen rund um die Uhr abdecken. Dazu gehört die Sicherung der allgemeinen Notfallversorgung ebenso wie eine spezielle Schlaganfallversorgung für unsere Region“, so Leibig weiter. Mit dem Ausbau der Rettungswache sei man hier auf dem richtigen Weg.

„Wir werden uns mit allen Mitteln für die Realisierung dieses Konzeptes einsetzen und erwarten natürlich auch seitens des Gesundheitsministeriums, dass bei den Verhandlungen der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung bei uns im Hochwald der ihr gebührende Stellenwert eingeräumt wird“, so Leibig abschließend.red./ti

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