Zeichen gegen sexualisierte Gewalt setzen

Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt eröffnet die Wünschewand

SAARBRÜCKEN Ab dem 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, wird für vier Wochen eine Wünschewand im Durchgang des Kultur- und Werkhofes Nauwieser 19 hängen und kann mit dort vorhandenen Postkarten bestückt werden.

Eröffnet wird die Wünschewand um 11 Uhr. Anschließend wird es einen kleinen Imbiss und Getränke geben und gibt die Gelegenheit, sich mit anderen Gästen auszutauschen. Eingeladen sind alle, die sich für das Thema interessieren und sich damit auseinandersetzen wollen. Es wird aber auch Zeit sein, mit den Mitarbeiterinnen des Frauennotrufes ins Gespräch zu kommen und über deren Arbeit zu informieren.

„Wir wollen Menschen die Gelegenheit geben, ihre Ideen, Forderungen, Wünsche zu dem Thema sexualisierte Gewalt an Frauen zu formulieren und damit öffentlich zu machen“ so Antonia Schneider-Kerle, Mitarbeiterin des Frauennotrufes Saarland. Gerichtet können die Aussagen an andere Leserinnen und Leser sein, an die Gesellschaft, an die Politik oder für sich selbst.

Die Karten werden zu einem späteren Zeitpunkt auf der Homepage des Frauennotrufes veröffentlicht werden und weiterhin im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden.

Die Postkartenaktion soll Anregung geben, sich mit dem Thema Gewalt an Frauen in unserer Gesellschaft auseinander zu setzen. Die Wünschewand ist eine gemeinsame Aktion in Kooperation mit dem Frauenbüro der Landeshauptstadt und findet im Rahmen des FrauenThemenMonats.

Der jährlich stattfindende Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen wurde 1999 von den vereinten Nationen offiziell als Gedenk – und Aktionstag ausgerufen. Schon 1981 wurde in der Karibik von dortigen Feministinnen der Ermordung der drei Schwestern Mirabal gedacht.

Diese waren 1960 in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt, vergewaltigt und ermordet worden.

Seitdem werden jährlich von verschiedenen Menschenrechtsorganisationen Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt mit dem Ziel, das öffentliche Interesse auf die Gewalt gegen Frauen zu lenken und Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt rücken.

Die Postkarten gibt es ab sofort beim Frauennotruf Saarland, unter Tel. (06 81) 3 67 67 oder per Mail unter notrufgruppe-sb@t-online.de. red./jb

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