Wohnortnahe und hochwertige Diagnostik

CDU Wadern fordert zügige Schaffung eines Medizinischen Versorgungszentrums

WADERN In einer Podiumsdiskussion zur Nordsaarlandklinik wurde deutlich, wie kritisch es seit Jahren um die medizinische Versorgung in Wadern steht und dass die Situation sich noch weiter verschlechtern könnte. Die Gefahr resultiert einerseits aus der Altersstruktur der aktuell praktizierenden Ärzte, andererseits aus der Tatsache, dass bereits jetzt eine Unterversorgung mit Hausärzten in der Hochwaldstadt vorliegt.

„Schlechteste Versorgung mit Hausärzten“ in Wadern

Monika Bachmann, die saarländische Sozialministerin, wies darauf hin, dass Wadern landesweit die schlechteste Versorgung mit Hausärzten hat und bestätigte damit die Bestandsaufnahme der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland. „Die Kassenärztliche Vereinigung stellt seit Jahren regelmäßig eine drohende Unterversorgung im Bereich der Hausärzte im Mittelbereich Wadern fest, unternimmt jedoch nichts zur Verbesserung der Situation“, so Wolfgang Maring, der Vorsitzende der CDU-Fraktion in Waderner Stadtrat.

Um dem Problem entgegenzuwirken fordert die CDU Wadern seit längerer Zeit die Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in Wadern. Neben der Errichtung der Nordsaarlandklinik im Hochwald ist auch eine gute hausärztliche Versorgung elementar für die Gesundheit unserer Bürger sowie für die Zukunft unserer Stadt. Die ambulante Versorgung in Wadern muss zeitnah verbessert und sichergestellt werden, denn der Bau und die Inbetriebnahme eines neuen Krankenhauses vor Ort wird leider nicht in ein oder zwei Jahren erfolgen können.

„Es ist darüber nachzudenken, in Anwendung des § 95 (1a) SGB V ein ,Kommunales Medizinisches Versorgungszentrum‘ in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten zu schaffen. Es soll eine wohnortnahe und hochwertige Diagnostik mit CT und MRT vorhalten und kann mit den Mitteln der Teleradiologie aufgewertet werden. Abgedeckt werden sollen zwingend die Bereiche Inneres, allgemeine Chirurgie und Kinder“, führt Maring weiter aus.

„Die Einrichtung eines ‚Patientenhotels‘, wie sie in der Podiumsdiskussion erwähnt wurde, stellt weder für ein Krankenhaus noch für die ambulante Versorgung eine Alternative dar“, ergänzt Markus Wollscheid, der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion in Waderner Stadtrat.

Krankenhaus und MVZ können sich ergänzen

Er führt weiter aus: „Es könnte nur eine Ergänzung sein, denn die Leistungen dieses Hotels müssten die Patienten selbst zahlen, da sie nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Viele Patienten werden sich das nicht leisten können. Eine gute Gesundheitsversorgung muss dort ansetzen wo die Menschen leben. Der Zugang zu patientenorientierten, wohnortnahen, integrierenden Gesundheitsleistungen ist sicherzustellen. Erleichtert wird dieser Zugang für eine alternde, weniger mobile Bevölkerung durch die Konzentration ärztlicher, pflegerischer und weiterer Gesundheitsleistungen an einem Ort, in einem MVZ“. Krankenhaus und MVZ sind sich ergänzende Einrichtungen der medizinischen Versorgung und auch nach der Errichtung eines Krankenhauses wird das MVZ benötigt.red./ti

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