Wohnhaus in Brand gesetzt

„Psychisch auffälliger Mann“ bedroht Einsatzkräfte

WALLERFANGEN Am Mittwoch, 10. Juli, 14.35 Uhr wurde die Polizei von einer Zeugin alarmiert, die eine Rauchentwicklung an einem Anwesen in Wallerfangen sah.

Durch Feuerwehrkräfte des Löschbezirkes Wallerfangen, der Polizei Saarlouis und Einheiten der OpE wurde das Wohnobjekt betreten. Der 25-jährige Bewohner wurde in einem psychischen Ausnahmezustand angetroffen, heißt es im Polizeibericht.

Der Bewohner verursachte auf seinem Balkon absichtlich einen Brand. Die Flammen erreichten bereits das Dachgebälk.

Der 25-Jährige versuchte noch selbstständig den verursachten Brand zu löschen, was jedoch nicht abschließend gelang. Er verweigerte sowohl den Feuerwehrkräften als auch der Polizei den Zugang zum Obergeschoss des Wohnhauses und untermauerte dies durch das Aufstellen von Barrikaden innerhalb der Wohnung.

Nachdem die Barrikaden teilweise geräumt werden konnten, stand der Mann mit einem Holzstiel in der Hand drohend vor den Polizeikräften, die daraufhin den Einsatz des Tasers angekündigten.

Beim Anblick des Tasers flüchtete der Mann auf das Dach des Anwesens und weigerte sich zunächst, dieses wieder zu verlassen. Beamtinnen der PI Saarlouis konnten ihn schließlich überreden, die Dachfläche freiwillig zu verlassen. Der 25-jährige, der durch das Einatmen der Rauchgase leicht verletzt wurde, wurde durch den Rettungsdienst einem Krankenhaus zugeführt.

Am Anwesen, das trotz des Brandes noch weiterhin bewohnbar ist, entstand ein Schaden in Höhe von 15000 Euro. Den 25-Jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen des Verdachts einer schweren Brandstiftung. red./am

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