Wirklich gut Leistungen

RSC Walshausen hatte zu seinem dritten Turnier für dieses Jahr eingeladen

WALSHAUSEN Buschreiter kennen kein schlechtes Wetter. So waren die Geländeprüfungen am letzten der drei Turniertage des RSC Walshausen trotz morgendlichem Sturm und drei zeitweise verregneten Tagen dennoch gut besetzt.

Der Boden auf der Geländestrecke war ausreichend griffig für die Herausforderungen, die Parcourschef Stefan Odenbreit den Reitern in den Weg gestellt hatte. Fast hätte es einen Doppelsieg für Marie Elise Eiswirth vom RV Bliesberger Hof gegeben. Im Stilgeländeritt der Einstiegsklasse E noch musste sich die Reiterin mit einer 7,7 dem Silberrang hinter Siegerin Franziska Goldammer begnügen. Mit ihrem souveränen Ritt und der Wertnote 7,8 vergoldete die Amazone aus dem Rheinland, die eigens vom RJC Rodderberg angereist war, sich und ihrem 16-jährigen Württemberger Wallach Double Fun den Spaß an dem fair gebauten Geländekurs.

Die Leiterin der Zweibrücker Kita Schatzkiste und die 13-jährige Zweibrücker Lordano-Tochter Girls Dream nutzten die E-Klasse jedoch quasi als Aufwärmprüfung. In der deutlich anspruchsvolleren A-Klasse hatten sich Pferd und Reiterin endgültig gefunden. Mit der sehr guten Wertnote 8,3 honorierte das Richterduo die beherzte Galoppade, die Übersicht in der Linienführung und den geschmeidigen Sitz. „Heidi, Spitzname von Girls Dream, hat viel Geländeerfahrung durch ihre Besitzerin Lea Dörr“, informierte Marie Elise Eiswirth. Sie lacht: „Wir beide sind ein Dreamteam. Ich habe noch keine zehnmal im Sattel gesessen und wollte sie nur ein bisschen fit halten für Lea.“

Mit einer zweiten silbernen Schleife in der Stilspringprüfung Klasse mit der Wertnote 8,2 war sie erfolgreichste Reiterin auf dem Turnier. Auch ihr eigenes Nachwuchspferd, der sechsjährige Zweibrücker Claudino-Sohn Catch the Stars, hatte sich in seiner ersten Geländeprüfung von Sprung zu Sprung verbessert, das Vertrauen zu seiner Reiterin trotz zweier Verweigerungen sichtlich zugenommen. In Klasse E noch Erste Reserve, freute sich Vanessa Oberer (Pfälzer Pony RFV Thaleischweiler-Fröschen) aus dem Nachbarstall mit ihrer sehr ambitionierten Stute Chiquita in Klasse A* über eine Platzierung, ebenso wie Vereinskameradin Rebecca Steck mit ihrem Araber Roger.

Saskia Lang vom RFV Zweibrücken gelang mit ihrem Englischen Vollblut Dschungel King eine schöne Runde. Sie wurde mit der Wertnote 7,3 Vierte in Klasse E. Bereits am Morgen hatten sich die Gastgeber über den Heimsieg von Anni Müller gefreut. Die junge Nachwuchsreiterin gewann nach dem Reiterwettbewerb mit ihrem Pferd Chico auch den Caprillitest mit Geländehindernissen. Souverän führte sie mit der Wertnote 7,2 vor Béatrice Butz (RSC Gestüt Etzenbacher Mühle) mit Emymphea de Bonneville (6,7).

Ein weiterer Heimsieg gelang Kerstin Hess, die sich mit ihrer zwölfjährigen Zweibrücker Stute Darca Lee aus der Zucht der Familie Müller nach Bronze im Stilspringwettbewerb im Standard-Springwettbewerb in der schnellsten Zeit fehlerfrei an die Spitze setzte. Über diesen Erfolg freute sich auch Sandra Herrlich vom RV Großsteinhauserhof in der anspruchsvolleren A-Klasse mit ihrem Hannoveraner Euro Figther, als sie die Zeit von Katja Stoffel (RV Dahnertal) und Lady Lara auf dem Silberrang der zweiten Abteilung der A-Klasse um fast sechs Sekunden unterbot.

Am zweiten Turniertag standen vor allem die Nachwuchsreiter im Mittelpunkt und es gab auch viel Lob dafür, nicht zuletzt von dem Richtertrio Ute Breith, Karin Ostheimer-Sutter und Uta Rosenau. „Das Turnier war, wie immer, super organisiert und wir haben wirklich gute Leistungen gesehen“, bestätigte Ute Breith. Insgesamt war es das dritte Turnier, das der kleine Verein in diesem Jahr gestemmt hatte.cvw

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