Wird als König der Heilpflanzen betitelt

Naturpark-Wildkräuterküche im Herbst stellt den „Gemeinen Beinwell“ vor

WEISKIRCHEN Der „Gemeine Beinwell“ (Symphytum officinale) wird seit Jahrhunderten in der Volksmedizin genutzt und als König der Heilpflanzen betitelt. Die Heilwirkung bei Wunden und Knochenbrüchen verlieh ihm seinen Namen (Bein = Knochen, well = zusammenwallen/zusammenwachsen). Auf dem Speiseplan ist er ebenfalls eine leckere Ergänzung. Auch Hummel lieben die Pflanze und werden von den Blüten angelockt.

Beinwell kulinarisch

Mit der kalten Jahreszeit beginnt auch die Wurzelgemüsezeit. Auch die Wurzel des „Gemeinen Beinwells“ kann in Salate geraspelt oder gedünstet zubereitet werden.

Das leichte Gurkenaroma macht die jungen Blätter und Blütenknospen des Beinwells zu einer leckeren Zutat zu Salaten, Smoothies und Kräutermischungen. Insbesondere in Kombination mit Eierspeißen, beispielsweise ausgebacken im Omlette, eignet sich dieses vielseitige Wildkraut. Die Blüten sind zudem eine hübsche essbare Dekoration. Von einem regelmäßigen Verzehr des Beinwells wird jedoch abgeraten, da er leberschädigende Pyrrolizidin-Alkaloide enthält.

Sowohl Blätter als auch Wurzeln des „Gemeinen Beinwells“ weisen eine ganze Reihe von Anwendungsgebieten auf. Das in höheren Mengen enthaltene Allantoin regt die Zellbildung und Wundheilung an. Auch bei Atemwegserkrankungen, Diabetes, Fieber, Gelenkbeschwerden, Hämorrhoiden, Hautkrankheiten, Muskelverletzungen, Parodontitis, Pilzerkrankungen und Entzündungen wird dem Beinwell eine lindernde Wirkung nachgesagt. Frisch, als Tee, Tinktur, Salbe, Einreibung, Umschlag oder Pulver kann Beinwell äußerlich und innerlich angewendet werden.

Beinwell heilwirksam

Wertvolle Inhaltsstoffe neben dem Allantoin sind ätherische Öle, Cholin, Eiweiß, Gerbstoffe, Kalium, Kalzium, Kieselsäure und Schleimstoffe.

Boden und Standort

Der bis zu 90 Zentimeter hoch werdende Beinwell ist überwiegend auf lo-ckeren, feuchten Standorten wie beispielsweise Bachufern, feuchten Wiesen und Gräben zu finden. Weitere Infos gibt es zum Beispiel online unter www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/gemeiner-beinwell/. Informationen über den Naturpark erhalten Sie bei der Naturpark-Geschäftsstelle Hermeskeil, Tel. (06503) 9214-0 und per E-Mail an info@naturpark.org.red./ti

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