Winterstürme über dem Meer

Das Herbstkonzert des Städtischen Orchesters lädt zu einer Reise um die Welt

ST. INGBERT Es gibt auf der Welt ungefähr 6500 verschiedene Sprachen. Kein Wunder also, wenn die Verständigung nicht immer funktioniert. Aber eine Sprache wird überall gleichermaßen verstanden, die der Musik. Das weiß auch das Städtische Orchester St. Ingbert und hat daher für sein Herbstkonzert eine musikalische Weltreise geplant. Los geht es am Sonntag, 18. November, um 17 Uhr in der Stadthalle im Rahmen des Kulturrings der Stadt.

Reisen in die Welt gehen oft über das weite Meer. Daher ist der Konzertauftakt mit Friedrich von Flotows (1812-1883) 1845 entstandener Ouvertüre zur Oper „Die Matrosen“ mehr als passend. Da kann man nur hoffen, dass nicht die „Winterstürme“ behindern, die Julius Fucik (1872-1916) als Walzer komponierte. In diesem Fall ist es besser, auf die Seereise zu verzichten und lieber in die Schweizer Alpen zu fahren. Von da kommt der Komponist Jean Hans August Daetwyler (1907-1994), dessen Werk „Dialogue avec la nature“ ins Konzertprogramm aufgenommen wurde. Dabei werden die Zuhörer eine instrumentale Überraschung erleben. Denn als Soloinstrument ist ein Alphorn vorgesehen, das Franz Schüssele spielen wird. Neben dem Orchester begleitet ihn dabei Ulrike Hempelmann auf der Piccoloflöte.

Ein weiteres, für ein Orchester höchst selten gebrauchtes, Instrument ist die Maultrommel, ebenfalls von Franz Schüssele gespielt. Es kommt zum Einsatz im Concertino D-Dur, eines der berühmten Maultrommelkonzerte des Österreichers Johann Georg Albrechtsberger (1736-1809).

Maultrommel und Alphorn

Ansonsten geht es munter weiter um die Welt. Etwa mit dem „Slawischen Tanz op. 48“ von Antonin Dvorak (1841-1904). Sir Edward William Elgars (1857-1934) „Pomp and Circumstances“ führt ins England Queen Victorias. Und recht spanisch geht es in Georges Bizets (1838-1875) „Carmen Suite Nr. 1“ zu. Besonders spannend an diesem Herbstkonzert ist, dass das Städtische Orchester St. Ingbert unter der Leitung von Anso Fiedler auch selten gehörte Kompositionen ins Programm aufgenommen hat. Etwa eine Suite aus dem Ballett „Sylvia von Léo Delibes (1836-1891), der mit seiner einprägsamen Melodik, rhythmischen Brillanz und funkelnden farbigen Orchestrierung zu den beliebtesten Bühnenkomponisten der Romantik gehörte. Oder ein Satz aus „Palladio“ des Walisers Sir Karl William Pamp Jenkins (*1944).

Eintrittskarten gibt es in der Buchhandlung Klein. red./jj

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