Wildbienen in Hangard

Stadt erhält Fördergeld für Dorfentwicklung

HANGARD Mitten in Hangard, genauer gesagt „Am Altzberg“, wird in diesem Herbst eine Insektenwiese, eine neue Wildblumenfläche angelegt und zwar in enger Zusammenarbeit der Kreisstadt Neunkirchen mit der ehrenamtlichen Projektgruppe „Dorfentwicklung Hangard“. Umweltstaatssekretär Sebastian Thul überreichte einen Förderscheck an Oberbürgermeister Jörg Aumann. Die Förderung kommt aus dem Sonderförderprogramm „Ländliche Entwicklung“ (SoLE).

Die Fläche dient zur Naherholung im anliegenden Wohngebiet und ist derzeit dreigeteilt. Der westliche, höher gelegene Teil besteht aus einer großflächigen, jedoch artenarmen Wiese mit punktuellem altem Baumbewuchs und einem Wassergraben. Daran schließt sich eine als Bolzplatz genutzte Fläche an, die bei Starkregenereignissen geflutet wird (als sogenannter Retentionsraum), um dann das anliegende Abwassersystem zu entlasten.

Östlich schließt sich ein Kinderspielplatz an, der von Bäumen begrenzt wird. Durch die Anlage der 2000 Quadratmeter großen Wildwiese mit ca. 50 Prozent Blumensaatanteil auf der westlichen Hochfläche wird nicht nur das Ortsbild verschönert. Die neue Wiese wird auch als Insektenweide dienen und so ganz im Sinne des Naturschutzes aufgewertet.

Damit Bienen und andere Insekten eine dauerhafte und nachhaltige Nahrungsquelle finden, wird die Saat hinsichtlich Blühzeitpunkt und Wuchshöhe abwechslungsreich zusammengestellt. Im Bereich des Kinderspielplatzes werden nicht giftige Ziersträucher von den Ehrenamtlern gepflanzt. Der Obst- und Gartenbauverein wird darüber hinaus zehn Nistkästen im Baumbestand aufhängen. Außerdem wird ein Insektenhotel montiert und eine Informationstafel über die biologischen Zusammenhänge aufklären.

Auch wird ein Sitzplatz in wassergebundener Decke mit einer Tischgruppe aus Holz angelegt, der als innerörtlicher Treffpunkt dienen wird.

Der zentrale Betriebshof hat bereits mit den vorbereitenden Maßnahmen zur Neuanlage der Grünfläche begonnen. Für die Realisierung des Projektes wird eine Summe von ca. 14900 Euro veranschlagt.

Ein entsprechender Antrag auf Förderung durch das Sonderförderprogramm „Ländliche Entwicklung“ (SoLE) wurde gestellt und ein Zuschuss in Höhe von 90 Prozent gewährt.

red./eck

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