Wieder für Dorfgemeinschaft nutzbar ma chen

Konzeption für eine Freizeit- und Sportanlage auf dem ehemaligen Sportplatz

BRENSCHELBACHSeit Jahren liegt das Sportgelände, das Sportheim und die dazu gehörende Halle in Brenschelbach brach. Genutzt wurde sie vor allem vom mittlerweile liquidierten Sportverein, zu dem auch eine Schützenabteilung gehörte. Um das weitläufige Gelände, das der Stadt Blieskastel gehört, zu nutzen bewarben sich in den letzten Jahren einige Interessenten, zuletzt ein Hundesportverein aus Zweibrücken.

Doch innerhalb der Einwohnerschaft, so informierte Ortsvorsteherin Yvonne Malter, keimte der Wunsch, die Anlage wieder für die Dorfgemeinschaft nutzbar zu machen. Nach einer Versammlung der Straußbuben, einer Bürgerversammlung, an der rund 50 Brenschelbacher und Riesweiler teilnahmen, sprach sich jetzt der Ortsrat dafür aus, der Stadt Blieskastel entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. Grundlage ist eine während der Sitzung von Ratsmitglied Mario Müller vorgestellte Konzeption für eine Freizeit- und Sportanlage Brenschelbach.

Werde die Vision umgesetzt, könnten alle Brenschelbacher, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, unter anderem Sport in einem modernen, zeitgemäßen Umfeld mit besten Voraussetzungen und in zentraler Lage ausüben. „Unser Konzept sieht vor, ein breites Angebot für fast alle Altersstufen zu erschaffen“, ist in einem achtseitigen Papier nachzulesen.

Entstehen soll nach dem Willen der Initiatoren, zu denen neben Müller auch Holger Kitto, Angela Diner, Patric Louis, Samina Schink und die Ortsvorsteherin gehören, unter anderem ein Bolzplatz, eine Boulebahn und ein Dirtpark (Fahrrad-Parcours). Der Allwetterplatz ermögliche Platz für einen Longierzirkel und Wartepaddocks für Pferde. Nach Renovierungsarbeiten könnte auch die bestehende Grillhütte reaktiviert und auf der Grundlage der vorhandenen Brunnenanlage auch eine neue Kneipp-Anlage entstehen. Auch eine Zeltwiese als Treffpunkt für Jugendfreizeiten, Jugendfeuerwehren und Pfadfindergruppen sowie Schulgruppen sei noch machbar.

Um dies alles umzusetzen und die Handlungsschritte zu koordinieren soll neben thematisch passenden Vereinigungen auch ein „Verein zur Förderung von Jugend, Freizeit und Sport Brenschelbach“ gegründet werden. Die Initiatoren versprechen sich von dem Projekt auch die Förderung des Gemeinschaftsgedankens, das Teamgefühl sowie die Stärkung des sozialen Miteinanders. Als weiterer wichtiger Baustein gehöre ein Jugendzentrum (JUZ) dazu, wofür sich die Straußbuben sehr stark machen.

Damit könnte das ehemalige Sportheim wieder bewirtschaftet werden. Hinter den Gebäuden ist noch Platz für einen Falknerbetrieb, dessen Ziel es ist, verletzte Greifvögel aufzunehmen und deren Auswilderung vorzubereiten. Die Außenflächen am Waldrand könnten für Flugtraining genutzt werden.

Ortsvorsteherin Yvonne Malter teilte mit, dass nach entsprechenden Gesprächen mit Vertretern der Stadt Blieskastel das Vorhaben in mehrere Teilbereiche untergliedert und innerhalb der nächsten Jahre umgesetzt werden soll. Neben Mitgliedsbeiträgen aus den Vereinen, Erlösen aus entsprechenden Festen, Eigenleistungen bei den zu erledigenden Arbeiten müssten auch Fördermöglichkeiten im lokalen und überregionalen Bereich austariert und Fördertöpfe angezapft werden.red./ott

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