Wie schneide ich meine Rosen?

Der Obst- und Gartenbauverein Merchweiler lädt zum Kurs ein

WEMMETSWEILER Die Rose – kaum eine andere Zierpflanze hatte einen solch großen Einfluss auf unsere Kulturgeschichte und gilt auch heute noch als Symbol für Romantik und Schönheit.

Ob als Blume der Aphrodite bei den Griechen oder die Rose der Freya bei den germanischen Vorfahren – seit der Antike hat sie ihren festen Platz in Religion und Götterglauben. Bis heute finden sich auf kunstvoll verzierten Beichtstühlen in christlichen Kirchen Rosenornamente, die (insbesondere weiße) Rosen als Symbol der Verschwiegenheit darstellen.

In wenigen verbliebenen Fällen sind alte Bräuche unserer Vorfahren noch immer präsent, die die Rose als Pflanze der Toten häufig auf Friedhöfen anpflanzten. So hält sich in manchen Gegenden auch heute noch die Bezeichnung „Rosengarten“ für die letzte Ruhestätte.

Botanisch gesehen sind die Rosengewächse eine eher kleine Pflanzenfamilie mit etwa 200 Wild-Arten, zu denen eine Vielzahl unserer Obstgehölze wie Äpfel, Kirschen, Zwetschgen, Himbeeren oder Erdbeeren gehören. Die Strauchrosen fielen unseren Vorfahren jedoch schon sehr früh durch ihre auffälligen großen Blüten ins Auge, wodurch schon vor gut 2000 Jahren erste Rosen als Zierpflanzen angebaut und gezüchtet wurden.

Die Begeisterung für Rosen ist bis heute ungebrochen und erlebt zurzeit einen zweiten Frühling. Durch Züchtungen sind alleine in den letzten 150 Jahren ca. 30 bis 50 Tausend unterschiedliche Rosensorten entstanden, die in aller Welt die Herzen der Hobby- und Profigärtner erfreuen.

Um möglichst lange Freude an üppig blühenden Sträuchern zu haben, ist wie bei den meisten Kulturpflanzen eine regelmäßige Pflege erforderlich. Dazu gehört unter anderem ein fachgerechter Schnitt im Frühjahr. Hierzu bietet der Obst- und Gartenbauverein Merchweiler einen Rosen-Schnittkurs mit der Referentin Anja Brill an.

Alle Interessenten sind eingeladen am Samstag, 13. April um 14.30 Uhr im Rosengarten Wemmetsweiler teilzunehmen. Die Teilnehmer werden gebeten, Rosenscheren mitzubringen, um das Erlernte noch vor Ort in praktischen Übungen umzusetzen.

Die Teilnahme ist kostenlos und es ist keine Anmeldung erforderlich.red./eck

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