Widrige Umstände, gutes Resultat

Die Sparkasse Neunkirchen ist mit ihrem Geschäftsergebnis 2019 zufrieden

NEUNKIRCHEN Die Rahmenbedingungen waren schwierig. Insbesondere die Niedrig- beziehungsweise Minuszinspolitik der Europäischen Zentralbank hat auch der Sparkasse Neunkirchen das Leben schwer gemacht. Dazu kamen bürokratische Auflagen und die Digitalisierung, die das Unternehmen vor immer größere Herausforderungen gestellt hat. Und trotzdem sind der Vorstandsvorsitzende Markus Groß und Vorstandsmitglied Jörg Welter insgesamt mit dem Ergebnis 2019 zufrieden.

Die Bilanzpressekonferenz, in der die Zahlen des vergangenen Jahres offengelegt wurden, fand in diesem Jahr aufgrund der Coronakrise als Telefonkonferenz statt. Und Jörg Welter freute sich, dass er dabei trotz der erschwerten Umstände positive Zahlen verkünden konnte. „Die Bilanzsumme ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Sie lag bei rund 1,7 Milliarden Euro und damit rund 5,1 Prozent höher als im Jahr davor.“

Dass die Sparkasse Neunkirchen dabei vor allem bei den Privatkunden weiter geschätzt ist, zeigt die Tatsache, dass die Kundeneinlagen um 85 Millionen Euro angewachsen ist. Allerdings macht es Welter ein wenig Sorgen, das diese weiterhin Sichteinlagen bevorzugen und damit ihr Geld zinslos parken und einen Wertverlust in Kauf nehmen.

Aufgrund der guten Beratung durch die Sparkassenmitarbeiter sei dennoch eine Steigerung der Einlagen im Wertpapiergeschäft zu verzeichnen, das man in Zukunft aber noch ausbauen wolle.

Ein Plus verzeichnet die Sparkasse daneben im Verbundgeschäft. Durch Bausparverträge, Sach- und Lebensversicherungen sei das Provisionsergebnis äußert positiv, freute sich Markus Groß auch über diese Erfolge. Insgesamt habe man ein stabiles Ergebnis erzielt, wenn auch bei weitem nicht das Ergebnis früherer Jahre. „Aber solche Ergebnisse werden wir auch in den kommenden Jahren nicht mehr erwarten können.“

Dass die Sparkasse Neunkirchen auch weiter wichtig für die Region sei, verdeutlichen die Spenden- und Sponsoringmaßnahmen. 500000 Euro haben man im vergangenen Jahr in diesem Sektor investiert. Dies wird im Jahr 2020 aufgrund der vielen Absagen von Großveranstaltungen deutlich weniger werden. Man wer dieses Geld weiter nutzen, sei aber aufgrund der wirtschaftlichen Lage auch froh, wenn einiges davon im Hause blieb.

Eigentlich sei man in 2020 davon ausgegangen, dass sich in der Entwicklung nicht viel ändern werde. Doch dann kam Corona und damit neue Herausforderungen. Im eigenen Haus gab es vier Fälle, ansonsten sei man glimpflich davon gekommen. Zum Schutz der Kunden haben man nun in den Filialen Maßnahmen ergriffen, damit auch weiterhin Beratungsgespräche stattfinden können. Die Kunden können also ohne Bedenken weiter ihre Sparkassenberater aufsuchen.

„Wir haben aber auch festgestellt, dass der Umsatz an den Geldautomaten um 50 Prozent zurückgegangen sind und die Kunden verstärkt Online-Banking nutzen oder mit der Karte zahlen.

In diesem Zusammenhang passe es gut, dass am 1. Juli eine neue digitale Direktfiliale eröffnet wird, die diesen neuen Wünschen der Kunden entgegenkommen wird. eck

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