Wichtiges Drehkreuz für Strom

Amprion nimmt rotierenden Phasenschieber im Umspannwerk in Betrieb

UCHTELFANGEN Amprion modernisiert ihre Umspannanlage Uchtelfangen durch den Einbau eines sogenannten rotierenden Phasenschiebers und einer Trafobank.

Seit langem ist die Umspannanlage Uchtelfangen laut Firma Amprion ein wichtiges Drehkreuz für die Stromversorgung des Saarlandes und daran angrenzende Gebiete. Früher verband sie vor allem das Rhein-Ruhr-Gebiet mit dem Saarland.

Heute ist sie auch für den Transport von Windstrom von Bedeutung. Laut Betreiber erhält die Anlage in Uchtelfangen zum Spannungserhalt im Stromnetz eine Blindleistungskompensationsanlage. Blindleistung wurde traditionell vor allem von Großkraftwerken bereitgestellt. Im Rahmen der Energiewende gehen immer mehr dieser Kraftwerke vom Netz.

Amprion reagiert darauf mit der Installation von sogenannten Blindleistungskompensationsanlagen. Ein rotierender Phasenschieber ist dabei eine besonders flexible Form der Kompensation, da Phasenschieber regelbar sind. Je nach Bedarf können sie die Spannung im Netz anheben oder senken. Die Errichtung eines Reservetransformatorenstandes inklusive Objektschutzwand dient als Vorbereitung für die geplante Errichtung einer rotierenden Phasenschieberanlage innerhalb der Anlage.

60 Mio Euro investiert

Der Umbau fand innerhalb des bestehenden Anlagengeländes statt, die Fläche der Umspannanlage vergrößert sich nicht. Investiert wurden ca. 60 Mio. Euro. Das Betriebsgebäude für die Phasenschieberanlage wird an der Gemarkungsgrenze Wiesbach/Uchtelfangen errichtet, wobei der Großteil des Gebäudes auf Gemarkung Uchtelfangen liegt. Zum Ausgleich der Baumaßnahmen sieht das Umwelt- und Naturschutzrecht eine Begrünung angrenzender Flächen vor. Die vorgesehene Fläche grenzt direkt an den Anlagenzaun.

Die saarländisch Energieministerin Anke Rehlinger drückte zusammen mit Amprion-Geschäftsführer Dr. Klaus Kleinekorte, General Electric-Senior Manager Gerhard Seyrling sowie Landrat Sören Meng, den Bürgermeistern Dr. Andreas Feld aus Eppelborn und Dr. Armin König aus Illingen den roten Startknopf für die neue Anlage. red./eck

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