Werteorientiert, demokratisch und nachhaltig

Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle als „Faitrade School“ ausgezeichnet

TÜRKISMÜHLE Im Rahmen einer Feierstunde in der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle wurde die Schule als erste Schule des Landkreises als „Fairtrade School“ ausgezeichnet.

„Scheiß Produktionsbedingunge, die Leit, die grin kä Geld. E vill zu deier Händy geht rund um die Welt. Jo Fairtrade is user Held“, intonierte Jonas Schirra in seinem „Fairtrade Blues“, den er zusammen mit der Lehrer-Schüler-Band der Schule zum Besten gab.

Und damit thematisierte er auch schon die Problematik der Ausbeutung und Übervorteilung der Erzeuger in den Ursprungsländern der Rohstoffe und Produkte, die wir tagtäglich benutzen und konsumieren.

Zuvor begrüßte Schulleiterin Monika Greschuchna die Gäste. „Werteorientierung, demokratisches Handeln und die Bildung für nachhaltige Entwicklung bilden seit jeher die Grundlagen der inner- und außerschulischen Arbeit an unserer Schule“, spannte die Schulleiterin den Bogen. Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage, humanitäre Schule und Schule im Dialog sind die Schlagworte, der sich die Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle verpflichtet fühlt. Somit zählt auch der faire Handel zu den Grundsätzen, nach denen sich die Schule orientiert.

Seitens des Kultusministeriums erklärte der zuständige Referatsleiter in Stellvertretung von Staatssekretär Jan Benedyczuk, dass vor allem die Netzwerkstrategie, die die Schule lebt, ihn sehr beeindruckt hat. Er begrüßte die rund 1200 Schüler der Schule als Botschafter für nachhaltige globale Entwicklung.

„Ich bin sehr froh darüber, dass wir eine Generation von jungen Menschen erleben, die sich wieder stärker einmischt. Die sich einmischen in die Dinge, die unser Zusammenleben betreffen“, bemerkte Landrat Udo Recktenwald. Klimaschutz, Lebensbedingungen, das soziale Miteinander sind Themen, die die Jugendlichen bewegen. „Das macht mich zuversichtlich, dass wir mit diesen Initiativen, die die junge Generation mitgestalten und mit Leben füllen, die Bedingungen insgesamt vor Ort und weltweit verbessern können“, so der Landrat. Dabei ist fairer Handel ein ganz zentrales Anliegen auch für den Landkreis St. Wendel. „Das globale Zusammenleben fairer, sozialer und gemeinschaftlicher zu machen, ist das Ziel all dieser Bestrebungen.“

Im Anschluss konnten sich die Gäste auf dem Schulhof einen Einblick über die Arbeit der Schüler, sich mit dem Fairtrade-Gedanken auseinanderzusetzen, in den unterschiedlichsten Bereichen in Augenschein nehmen. jam

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