Wer hat den schönsten Garten?

Wettbewerb des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine Merzig-Wadern

MERZIG-WADERN Der warme April war in Natur und Gärten wie ein „Turbo“, Bäume, Felder und Gärten entwickelten sich schneller als normal, alles stand Wochen früher als gewohnt in voller Pracht.

Auch die „Eisheiligen“ zeigten sich gnädig, und die Trockenheit im April war vorbei ehe sie allzu große Auswirkungen zeigte. So können Gärtner und Obstbauer auf ein gutes Jahr hoffen.

Die Zier- und Nutzgärten auf Vordermann gebracht

Und es ist augenscheinlich: Die wochenlangen Ausgangssperren nutzten viele Hausbesitzer dazu, ihre Zier- und auch Nutzgärten auf Vordermann zu bringen.

Jetzt müssen die Hobbygärtner nur noch mit Fachverstand und Pflege dafür sorgen, dass ihnen weder Schädlinge, noch weitere Trockenzeiten einen Strich durch die Rechnung machen.

Das notwendige Wissen für eine ordentliche Pflege vermitteln die Obst- und Gartenbauvereine. Ihre Mitglieder erfahren regelmäßig die Termine zu Lehrgängen und Fachvorträgen, die sie zumeist kostenlos nutzen können. Dies wird am Ende der hoffentlich bald endenden Einschränkungen wieder der Fall sein.

Der Wettbewerb „Schönster Garten in Merzig-Wadern“ ist schon Jahrzehnte alt, und immer noch sind es Jahr für Jahr ein bis über zwei Dutzend Hobbygärtner, die sich zur kostenlosen Teilnahme anmelden. Manche Gartenbesitzer bekennen sich einfach dazu, nicht unbedingt gewinnen zu wollen, sondern mal eine halbe Stunde den Sachverstand der Jurymitglieder im Garten zu haben. Diese vertrauen darauf, dass bis Ende Juni Besuche in ihren Hausgärten wieder möglich sind und treffen insoweit die Vorbereitungen.

In wenigen Wochen, genau am 24. und 25. Juni, wird sich die Jury des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine Merzig-Wadern in den teilnehmenden Gärten zeigen und die Gärten unter die Lupe nehmen.

Zehn Punkte umfasst der Kriterienkatalog

Zehn Punkte umfasst der Kriterienkatalog, nach dem die fünfköpfige Jury die Hausgärten beurteilt. Hierzu gehören nicht nur die optische Vielfalt und Blumenpracht, der Pflegezustand von Nutz- und Ziergartenbereichen und die Anteile naturnaher Bewirtschaftung. Hierzu gehören auch die Berücksichtigung der Interessen von Kindern und die Speicherung und Nutzung von Regenwasser. Seit einigen Jahren ist der Wettbewerb offen – auch Hobbygärtner, die nicht Mitglied in einem Gartenbauverein sind, können sich anmelden und teilnehmen.

Kreativität der Gärtner kennt keine Grenzen

Verlieren kann bei diesem Wettbewerb sowieso keiner; allen Teilnehmern winken zumindest ein Buchgeschenk und ein einjähriges Abo der Gartenzeitung des Verbandes. Es erscheint deshalb auf jeden Fall attraktiv, sich umgehend anzumelden.

Wie die Erfahrung zeigt, hat es die Jury immer wieder schwer, einen eindeutigen Sieger auszumachen.

Die Kreativität der Haus- und Hobbygärtner scheint keine Grenzen zu kennen. Auch im vergangenen Gartenjahr erwiesen sich fast alle der als preiswürdig.

„Was hier geleistet wird, ist unglaublich. Davon profitieren nicht nur die Gartenbesitzer selbst: von dieser Kreativität profitiert auch die Allgemeinheit in Form attraktiver Ortsbilder“, hebt Kreisvorsitzender Christoph Rehlinger den Wert der Hausgärten und des Wettbewerbs hervor. Dabei sei es nicht nur die Generation jenseits der 50, die ihre Liebe zur Gartengestaltung entdeckt.

Mehr und mehr erkennt man auch die Experimentierfreude der nachwachsenden Generation, und immer öfter sind es junge Hausbesitzer und umweltbewusste Familien, welche ihr kleines Paradies präsentieren und begierig Tipps und positive Kritik der Jurymitglieder entgegennehmen.

In 2019 hatte der Garten der Familie Scheid aus Konfeld die Nase ganz vorn.

Meldungen zur Teilnahme am Wettbewerb 2020

Meldungen zur Teilnahme am Wettbewerb 2020 sind möglich bis 15. Juni an den Geschäftsführer des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine, Karl Heinz Schmitt, Tel. (06868) 1375, oder beim Schriftführer Alois Engeldinger, Tel. (06861) 9121617. oder beim Vorsitzenden Christoph Rehlinger, Tel. (0177) 7759459. Auch Nichtmitglieder können teilnehmen.red./ti

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