Welttag der Patientensicherheit am 17. September

„Krankenhaus Saarlouis vom DRK“ hat gerade in der Corona-Zeit vielfältige Maßnahmen ergriffen

SAARLOUIS Die Sicherheit im Krankenhaus ist essenziell. Auch in Zeiten von Corona darf die Versorgung von akut Erkrankten, Notfällen und chronisch Kranken nicht vergessen oder zurückgestellt werden. Alle Patienten haben den berechtigten Anspruch, entsprechend ihres medizinischen Bedarfs versorgt zu werden.

Nach dem Motto „Mach Dich stark für mehr Patientensicherheit“ werden im „Krankenhaus Saarlouis vom DRK“ vielfältige Maßnahmen zur Patientensicherheit eingesetzt, welche fortlaufend überprüft und weiter entwickelt werden. Hierbei ist es wichtig, die Mitarbeiter aktiv in die Prozesse einzubeziehen, um die Patientensicherheit kontinuierlich weiter zu verbessern.

Beschäftigte werden zu qualitäts- und risikorelevanten Themen geschult

So werden die Beschäftigten regelmäßig zu qualitäts- und risikorelevanten Themen geschult. Dadurch werden Mitarbeiter in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen, adäquat zu analysieren und entsprechende Präventionsmaßnahmen einzuleiten.

In diesem Zusammenhang kommen zertifizierte klinische Risikomanager sowie ausgebildete Risikoauditoren als Fachexperten verschiedener Bereiche zum Einsatz. In einem eigens entwickelten „Risikoatlas“ sind für alle klinischen Fachdisziplinen des DRK-Krankenhauses mögliche Risiken erfasst und deren Vorbeugemaßnahmen definiert. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird u.a. Klinik übergreifend innerhalb der DRK-Trägergesellschaft durch die Risikoauditoren überprüft.

Ein bewährtes Instrument ist das Fehlermeldesystem „CIRS“ (Critical Incident Reporting System). Hier werden anonymisiert kritische Ereignisse gemeldet. Im Krankenhaus Saarlouis vom DRK werden sowohl hausinterne als auch CIRS-Meldungen anderer Kliniken regelmäßig analysiert, um mögliche Fehlerursachen bereits im Vorfeld abzustellen.

Die Patientensicherheit ist von der Aufnahme bis zur Entlassung ein wesentlicher Bestandteil der Prozesse im Krankenhaus Saarlouis vom DRK. So erhält jeder Patient bereits bei der Aufnahme ein Patienten-Identifikationsarmband, um Verwechslungen auszuschließen.

Zudem wird im Rahmen der Eingangsuntersuchung bei allen Patienten ein Abstrich zur Feststellung multiresistenter Keime gemacht. Wird ein entsprechender Keim nachgewiesen, wird der Patient sofort isoliert und so das Weitertragen des Erregers vermieden.

Neben den hausinternen Maßnahmen können die Patienten auch selbst viel zu ihrer eigenen Sicherheit beitragen. Das DRK-Krankenhaus stellt seinen Patienten daher einen Leitfaden in Form der Broschüre „Sicher im Krankenhaus – Ein Ratgeber für Patienten und Angehörige“ zur Verfügung. Darin werden Tipps und konkrete Informationen zum Aufenthalt gegeben, so zum Beispiel welche Maßnahmen zur Sturzvermeidung eingesetzt werden können.

Das A und O ist eine offene Kommunikation

Das A und O ist eine offene Kommunikation zwischen Patient und Krankenhaus. Es ist wichtig, dass Patienten sagen, wenn sie sich unsicher sind oder etwas nicht verstanden haben. Das wird zum Beispiel beim Umgang mit Medikamenten deutlich. Für die Behandlung ist es wichtig, dass der Arzt genau weiß, welche Medikamente bisher eingenommen wurden und ob gegebenenfalls Unverträglichkeiten oder Allergien bestehen. Gleichzeitig können sich Aussehen und Anzahl der Arzneimittel im Krankenhaus von der Situation zu Hause unterscheiden.

Ein weiterer wesentlicher Sicherheitsfaktor ist das Thema „Hygiene“. Laut dem Verband der Ersatzkassen sind rund ein Drittel der Infektionen auf unzureichende Hygiene zurückzuführen und deshalb grundsätzlich vermeidbar. Daher sind regelmäßige Hygieneschulungen durch die Hygienefachkräfte für alle Mitarbeiter obligatorisch.

Zudem sind in allen Fachbereichen speziell ausgebildete hygienebeauftragte Ärzte und Pflegekräfte im Einsatz, um direkt am Ort des Geschehens aktiv die konsequente Einhaltung und Weiterentwicklung der Krankenhaushygiene sicherzustellen. Auf Basis der Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) erarbeitet die Hygienekommission die hausinternen Hygienestandards und überwacht kontinuierlich deren Einhaltung.

Kontakte auf ein Minimum zu beschränken

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist es erforderlich, zusätzlich zu den allgemeinen Hygieneregeln, wie regelmäßiges Händewaschen und die Einhaltung der Nies-Etikette (Niesen in die Armbeuge), auch einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und physisch-soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken.

Im Krankenhaus bedeutet das gegenwärtig eine Einschränkung der Besuchszeiten als auch der Anzahl der Besucher. Diese Einschränkungen sind für alle Beteiligten schwierig.

red./ti

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