Weiterbildung zum Pädagogen

Landwirte erhielten nun nach absolvierter EULLE-Maßnahme ihre Zertifikate

SÜDWESTPFALZ Landwirte können sich als Bauernhofpädagogen weiterbilden lassen und am eigenen Hof Schulklassen zeigen, was ein Landwirt Tag für Tag macht. Kindern und Jugendlichen die Landwirtschaft näher bringen, darum geht es bei den „Lernorten Bauernhof“. Landwirtschaftsstaatssekretär Andy Becht hat zusammen mit dem Präsidenten der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Ökonomierat Norbert Schindler, Zertifikate an 13 frisch ausgebildete Bauernpädagogen überreicht. In der Verbandsgemeinde Zweibrücken Land wurde auch Silvia Lauer aus Großsteinhausen zur neuen zertifizierten Bauernhofpädagogin ausgebildet. Seit März 2018 bis Februar 2022 gibt es das mit EU-Geldern im Rahmen des EULLE-Programms des rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministeriums finanzierte Projekt „Lernort Bauernhof“. Die Landwirtschaftskammer hat im Rahmen der Ausschreibung des Ministeriums den Zuschlag für die Durchführung dieser außerschulischen Lernangebote sowie für Weiterbildungen von Lehrkräften und Betriebsleitern erhalten, betonte der Kammerpräsident. Rund 470000 Euro aus dem EULLE- Programm stellt das Land für die Lernorte Bauernhof in der genannten Förderperiode bereit. „Schulunterricht am Bauernhof schaffe Transparenz die dringend gebraucht werde. Die Bauernhofpädagogen leisten wertvolle Arbeit. Die Kinder und Jugendlichen bringen auch den Alltag näher. Dabei lernen die Schüler, was es bedeutet, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen und wie Bauern Tag für Tag hochwertige Lebensmittel produzieren.. Neben der Bildungsarbeit boten die Lernorte auch die Chancen, junge Menschen für den Beruf des Landwirts zu begeistern“ unterstrich Becht. Aktuell sind 65 Betriebe aus allen Teilen des Landes als „Lernorte Bauernhof“ anerkannt. Die Grundschulung und die Qualifizierung in Bauernhofpädagogik organisiert die rheinland-pfälzische Landwirtschaftskammer in Bad Kreuznach mit weiteren Bildungspartnern. „Die Landwirtschaft braucht eine stärkere Wertschätzung. Wir brauchen auch dringend eine ehrliche Debatte über den Wert landwirtschaftlich produzierter Lebensmittel. Die Bauernpädagogen sind dabei Gold wert“, ergänzte der Staatssekretär. rb

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