Weichen für Kita-Projekt gestellt

Gemeinderatssitzung in Großrosseln stand im Zeichen der Corona-Einschränkungen

GROSSROSSELN Unter Einhaltung strenger Sicherheitsbestimmungen tagte der Gemeinderat in Großrosseln in der Rosseltalhalle. Durch die coronabedingten Ausfälle der letzten Sitzungen waren viele wichtige Themen aufgelaufen, zu beraten und auch zu entscheiden

Neben einer Anzahl von Beschlüssen in Steuer- und Personalsachangelegenheiten standen im Vordergrund der Beratungen die Teilhaushalte „Investitionsprogramm“ und der „Stellenplan“, der in der von der Verwaltung überarbeiteten Form nun erneut der Kommunalaufsicht vorgelegt werden soll.

Mit Gegenstimmen der SPD wurde der Haushalt mehrheitlich verabschiedet. Er bietet für die Zukunft die Möglichkeit, notwendige Investitionen, wie z. B. den neuen Kindergarten im Ortsteil Großrosseln zeitnah auf den Weg zu bringen. Hier legte Bürgermeister Dominik Jochum eine Machbarkeitsstudie vor, die von einem Planungsbüro ausgearbeitet und vorgestellt wurde. Der Entwurf beinhaltet den Umbau der ehemaligen Grundschule Großrosseln zu einer modernen und innovativen KiTa. Bei den anwesenden Erzieherinnen der Einrichtung fand der Vorschlag offensichtlich sehr großen Zuspruch. So wurde nach angeregter Diskussion (auch über mögliche andere Standorte) der Plan von Bürgermeister Dominik Jochum mit elf Stimmen der CDU bei acht Gegenstimmen der SPD angenommen, was bedeutet, dass nun mit der konkreten Planung des Vorhabens begonnen werden kann. Hier muss erwähnt werden, dass die Plätze in der jetzigen KiTa und bei der in Dorf im Warndt schon jetzt knapp werden und aufgrund verlässlicher Bedarfsberechnungen, die noch aus der Zeit des Vorgängers von Bürgermeister Jochum stammen, ein Kindergarten mit sieben Gruppen erforderlich ist, um der gesetzlichen Garantie entsprechender Kindergartenplätze durch unsere Gemeinde nachkommen zu können.

Im Rahmen der Haushaltsberatungen wurde jedem klar, dass auch die Gemeinde Großrosseln finanziell noch nicht „über dem Berg“ ist und dass die Bewältigung der Corona-Krise zusätzliche Kosten verursacht hat. Man wird trotzdem bei der CDU-Fraktion keine Kompromisse in der KiTa-Betreuung machen und das Wohl der Kinder, der Bediensteten und der berufstätigen Eltern klar in den Vordergrund stellen. Insofern hat das „KiTa-Projekt“ für die CDU absolute Priorität. red./jb

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