Weg für Planungen eines Kita-Neubaus frei

Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen einstimmig für Neubau-Variante

NIEDERWÜRZBACH Das renovierungsbedürftige Gebäude der Kita in Niederwürzbach ist seit langem ein Thema bei Politik, Bürgern und Presse. Renovierung oder Neubau, die Suche nach der Lösung, die unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten am sinnvollsten ist, beschäftigte auch den Stadtrat intensiv, der sich nach fünf Sitzungen dazu nunmehr einhellig für die Neubau-Variante ausgesprochen hat.

Ursprünglich hatte sich die CDU-Fraktion noch im letzten Dezember in einer Anfrage zu dem Umsetzungsstand der im Mai 2019 beschlossenen Anbau-Variante erkundigt, heißt es aus dem Rathaus. Daraufhin habe die Verwaltung in ihrer Stellungnahme mitgeteilt, dass aufgrund des Widerstandes sowohl des Kreises als auch des Landes und des Betriebs-Trägers des Kindergartens der ursprünglich von der ehemaligen Bürgermeisterin noch im Mai letzten Jahres favorisierte Anbau an den bestehenden Altbau gescheitert sei. Dies habe die Bürgermeisterin auch so in die Bauverwaltung rückgemeldet, nicht aber an die politischen Gremien und die Öffentlichkeit. Zuvor seien auch schon andere Varianten, z. B. durch Container eine Erweiterung der Kita zu bewerkstelligen, nach längerer Prüfung ebenfalls gescheitert.

„Nachdem die CDU-Stadtratsfraktion dann Anfang dieses Jahres versuchte – trotz dieser klaren Stellungnahme der Verwaltung – durch einen entsprechenden Beschluss-Antrag die Umsetzung des ursprünglichen Anbau-Beschlusses zu erzwingen, sah sich die Verwaltung ihrerseits veranlasst, einen Beschlussvorschlag vorzulegen, mit dem die im Mai beschlossene Anbau-Variante aufgehoben und zur Deckung des künftigen Bedarfs an Kindergarten- und Krippenplätzen der Neubau einer Kindertagesstätte im Stadtteil Niederwürzbach favorisiert wird“, erläutert Stadtpressesprecher Uwe Brengel. Und weiter: „Die Verwaltung wird beauftragt, hierzu die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten und dem Ausschuss über die Ergebnisse zu berichten.“

Genau dieses habe der Bauausschuss in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, nachdem der Vorschlag zuvor bereits dreimal in vorausgegangenen Sitzungen auf Wunsch der CDU zurück gestellt worden sei. Die Verwaltung habe nun noch einmal den bereits im Januar mündlich erläuterten Kostenvergleich zwischen Anbau- und Neubau Variante schriftlich vorgelegt. Danach sei bei einem Neubau zwar zunächst mit höheren Kosten zu rechnen. Dafür müsse bei der Umbau-Variante eine bislang nicht berücksichtigte Verlagerung des bestehenden Kindergartens für die Dauer der Bauzeit erfolgen. Die dadurch entstehenden Mehrkosten würden die Kostendifferenz zwischen Um- und Neubau sogar noch übersteigen.

Ein Neubau bringe zusätzlich den Vorteil, dass eine aufgrund steigender Geburtenzahlen in Niederwürzbach eventuell erforderliche zusätzliche Erweiterung räumlich auch möglich sei. Und schließlich würde ein komplett durchgeplanter Neubau auch einfachere Betriebsabläufe in der Kita ermöglichen und bestimmte Funktionsräume müssten nicht doppelt errichtet werden.

Unter Berücksichtigung aller auf der Basis der bekannten Informationen zu erwartenden Vor- und Nachteile der beiden Varianten sei die Neubau-Variante der Um- und Anbau-Variante eindeutig überlegen, so der für die Kitas zuständige Beigeordnete Guido Freidinger in seiner Begründung für den Beschlussvorschlag.

Jetzt sei es an der Zeit, schnellstmöglich die Planungen für einen Neubau auf den Weg zu bringen, damit man den Eltern und Kindern, die in Niederwürzbach nun schon seit über vier Jahren auf eine umsetzbare Lösung warten, endlich eine realistische Perspektive bieten könne. Ihren ursprünglichen Antrag zur Umsetzung der Anbau-Variante zog die CDU-Fraktion nun in der gleichen Sitzung zurück. red./dos

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