Waschzwänge und Co.

Kostenlose Vortragsveranstaltung zum Thema „Zwangsstörungen – Verstehen und überwinden“

MERZIG Zu einer kostenlosen Vortragsveranstaltung zum Thema „Zwangsstörungen – Verstehen und überwinden“ lädt die Katholische Erwachsenenbildung Saar-Hochwald Interessierte, Angehörige und Betroffene am Freitag, 2. Oktober, von 18.30 bis 20 Uhr in Merzig ein. Referent ist Thomas Strauch, selbst (ehemaliger) Betroffener. Um Anmeldungen per E-Mail an keb.saar-hochwald@bistum-trier.de oder unter Tel. (06831) 769744 wird gebeten.

Zwangsstörungen – die verheimlichte Krankheit: Waschen und putzen Sie sehr viel? Kontrollieren Sie sehr viel? Haben Sie quälende Gedanken, die Sie loswerden möchten, aber nicht können? Brauchen Sie für Alltagstätigkeiten sehr lange? Machen Sie sich Gedanken um Ordnung und Symmetrie? Wird mindestens eine der Fragen mit „Ja“ beantwortet und beeinträchtigen solche Zwangshandlungen und Zwangsgedanken das Alltagsleben, dann ist eine Erkrankung wahrscheinlich.

Zwangsstörungen zählen zu den häufigsten psychischen Beeinträchtigungen. Ein bis drei Prozent der erwachsenen Bevölkerung ist weltweit von Zwängen betroffen. In Deutschland sicherlich weit über eine Million Menschen. Dennoch ist der Bekanntheitsgrad in der Allgemeinbevölkerung gering, u. a., weil die Betroffenen selbst ihre Probleme häufig schamhaft verheimlichen und versuchen, sie ohne Hilfe von außen zu bewältigen. Zwangsstörungen werden daher auch als „verheimlichte Krankheit“ bezeichnet.

So verwundert es nicht, dass im Schnitt erst sechs Jahre nach Beginn der Zwänge professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird. Gleichzeitig suchen wohl über 50 Prozent der Zwangserkrankten gar keine Behandlung auf. Dabei ist Hilfe möglich. Das effektivste und als Methode der ersten Wahl empfohlene Behandlungsverfahren ist die kognitive Verhaltenstherapie.red./ti

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