Was bringt die Digitalisierung?

Infoveranstaltung der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Untere Saar

SAARWELLINGEN Die Einführung digitaler Technologien in Unternehmen und die damit verbundenen Möglichkeiten, stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Wollen Unternehmen von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren, müssen sie sich diesem Wandel stellen und den bestmöglichen Nutzen aus den sich bietenden Lösungen ziehen.

Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Untere Saar mbH (WFUS) hat mit dem Wirtschaftsministerium und dem „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Saarbrücken“ eine Infoveranstaltung in Saarwellingen bei der RESA Systems GmbH durchgeführt.

Insbesondere kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) waren eingeladen, sich über praxisnahe digitale Lösungsmöglichkeiten in der Produktion zu informieren und die Chancen der Digitalisierung im Hinblick auf Unterstützung eigener, unternehmensinterner Informationsprozesse und deren Einsatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette kennenzulernen.

Christoph Schmoll, Prokurist der RESA konnte mit Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke und WFUS-Geschäftsführer Jürgen Pohl rund 40 Teilnehmer begrüßen.

„Digitalisierung nimmt keine Rücksicht auf Strukturen. Die hervorgerufenen Veränderungen betreffen die Abläufe in der Produktion ebenso wie in der Organisation und in der Qualifikationsanforderung an die Beschäftigten“, so Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke.

Sobald Unternehmen anfingen, das technische Potenzial auch für die Neuorganisation von Arbeitsabläufen auszuschöpfen, seien die Mitarbeiter von diesen Entwicklungen betroffen.

Ängste im Zusammenhang mit Digitalisierung als Synonym für möglichen Arbeitsplatzverlust oder „Entmenschlichung“ der Arbeit müssteni ernst genommen werden, mahnte WFUS-Geschäftsführer Pohl.

Dr. Udo Kiefer, Abteilungsleiter bei RESA Systems, stellte an einem Projektbeispiel die erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung von Produktionsprozessen im eigenen Unternehmen vor.

Wie Unternehmen auf die Digitalisierungsanforderungen antworten, zeigten Dirk Burkhard und Christoph Speicher vom „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum“. So ermöglicht der Einsatz einer Softwareplattform die Vernetzung von Kunde und Hersteller während des Anlagenentstehungsprozesses im Produktionsanlagenbau

Der Hersteller könne somit internen und externen Wissensaustausch bündeln und schaffe Transparenz über den aktuellen Projektstatus,

Stefan Rauber (MWAEV) stellte das Förderprogramm ‚Kompetenz durch Weiterbildung (KdW)‘ vor.

Im Laufe des Sommers wird das Wirtschaftsministerium zudem das neue Programm Digital-Starter Saar auflegen.

Hier können KMU, die in die Digitalisierung ihrer Produkte, Prozesse, Dienstleistungen oder in die Verbesserung ihrer IT-Sicherheit investieren und dazu entsprechende Hard- oder Software anschaffen, ebenfalls finanzielle Unterstützung durch das Land erhalten. red./am

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