Wadern investiert die Feuerwehr

Die Stadt stellt im neuen Doppelhaushalt inklusive Zuschussgeldern 726000 Euro bereit

WADERN Insgesamt hat die Stadt Wadern in den letzten Jahren so viel Geld in Feuerwehrausstattung wie noch nie zuvor investiert. Im Haushalt 17/18 waren es 891000 Euro und für den Doppelhaushalt 19/20 sind erneut 726000 Euro inklusive Zuschussgeldern eingeplant.

Bereits in den letzten Jahren hat die Stadt Wadern kräftig in ihre Feuerwehr investiert. Vor rund einem Jahr wurde die Drehleiter ihrer Bestimmung übergeben. Die 565000 Euro Anschaffungskosten wurden zur Hälfte vom Landkreis übernommen, zur anderen Hälfte durch die Stadt Wadern finanziert.

Weitere Investitionen

Im Sommer 2018 folgte die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Wadrill. 1141000 Millionen Euro hatte die Maßnahme gekostet, unterstützt wurde die Stadt hier durch einen 500000-Euro-Zuschuss des Landes.

„Die Ausrüstung der Feuerwehren wird immer komplexer, die Fahrzeuge werden immer größer und auch teurer“, so Bürgermeister Jochen Kuttler.

Auch im neuen Doppelhaushalt der Stadt sind daher hohe Summen für die Feuerwehren eingestellt. 2020 wird der Löschbezirk Büschfeld ein neues Löschfahrzeug für 280000 Euro bekommen, das zum größten Teil über Mittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz I finanziert wird.

Feuerwehrgerätehäuser sanieren

Der städtische Haushalt wird somit noch mit 46000 Euro belastet. Hinzu kommt die Beladung des Fahrzeugs, die in 2020 mit 30000 Euro zu Buche schlägt. Für den Löschbezirk Lockweiler-Krettnich wird in 2021 ebenfalls ein neues Löschfahrzeug bestellt. Bei Gesamtkosten von rund 330000 Euro und einem Kreiszuschuss von 50 Prozent sind hier insgesamt 165000 Euro zu finanzieren. Für den Noswendeler See wird zudem ein Rettungsboot für 4500 Euro angeschafft.

Auch bei den Feuerwehrgerätehäusern besteht Sanierungsbedarf – schließlich müssen Fahrzeuge und Ausrüstung auch irgendwo untergebracht werden. Rund 200000 Euro werden in 2019 und 2020 für Reparaturen und kleinere Maßnahmen an den Gebäuden zur Verfügung gestellt.

Für das Feuerwehrgerätehaus in Nunkirchen wird zudem ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben, denn in etwa fünf Jahren erhält der Löschbezirk laut Bedarfsplan ein Tanklöschfahrzeug. Das TLF 3000 wird jedoch aufgrund seiner Größe nicht mehr im Feuerwehrgerätehaus untergebracht werden können.

Der Ideenwettbewerb soll klären, ob ein Umbau oder Neubau nachhaltiger ist. Zu diesen größeren Anschaffungen kommen viele kleinere Investitionen: von Atemschutzgeräten bzw. -masken und Rettungszylindern über eine Wärmebildkamera und Hochwasserschmutzpumpen bis hin zu neuen Funkgeräten und Meldeempfängern.red./ti

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