VTZ feiert 22:26-Auswärtserfolg

Damit konnten sich die Handballer um zwei Plätze verbessern

ZWEIBRÜCKEN Die VTZ Saarpfalz hatte sich gut erholt von der Derbyniederlage. Bei ihrem Auswärtsspiel bei der HSG Kastellaun/Simmern zeigten die Jungs um das Kapitäns-Duo Paetow/Mokris nach anfänglichen Schwierigkeiten eine insgesamt gute Leistung. Mit dem 22:26 (13:14) Sieg konnten sich die Saarpfälzer um zwei Plätze verbessern und belegen zurzeit den fünften Rang in der Oberliga-RPS. Bester Zweibrücker Werfer war Linksaußen Richard Wilga mit sieben Treffern.

„Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte VTZ-Coach Danijel Grgic nach der Partie. Bis Mitte der zweiten Hälfte konnte das Pendel noch in beide Richtungen ausschlagen. Die Schlussviertelstunde gehörte dann aber ganz klar den Saarpfälzern, die sich so am Ende einen ungefährdeten Auswärtserfolg sichern konnten. Grgic zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Leistung seiner Jungs. „Wir haben in der ersten Halbzeit phasenweise sehr gut gespielt, uns aber auch wieder teilweise selbst im Weg gestanden. Wir sind aber immer ruhig geblieben und haben in zweiten Hälfte dann, nach schwachem Start, den Vorsprung immer weiter ausgebaut und ordentlich gespielt“, sagte Grgic.

Was ihm trotz des Sieges etwas sauer aufstieß, waren die Zeitstrafen, die gegen sein Team verhängt wurde. „Was ich noch nicht erlebt habe, ist, dass man drei oder gar vier Zeitstrafen wegen falschen Wechsels bekommt. Das war einfach ein Zirkus ,was da am Zeitnehmertisch veranstaltet wurde“, kritisierte Grgic.

Das Spiel begann mit einer schnellen 3:0-Führung (5.) für die Hausherren. Ohne wirklich davon geschockt zu sein, starteten die Zweibrücker ihre eigene Miniserie und glichen wenig später aus (3:3, 9.). In der Folge entwickelte sich eine enge Partie mit leichten Vorteilen für die HSG Kastellaun/Simmern. Bis zum 9:8 (20.) blieben die Hausherren in Front, ehe die VTZ zur nächsten Miniserie ansetzte. Als die HSG eine Auszeit nahm, führten die Gäste aus der Rosenstadt bereits mit 9:11 (22.). In dieser Phase hätten sich die Saarpfälzer auch gut und gerne weiter absetzen können, machten jedoch zu wenig aus ihren Möglichkeiten.

„In dieser Phase verwerfen wir dann einen Siebenmeter und erlauben uns einige technische Fehler“, erklärte der VTZ-Trainer. Die Gastgeber wussten dies zu nutzen und verkürzten den Rückstand bis zur Halbzeit auf 13:14.

Wie schon aus der ersten Halbzeit bekannt, gehörte auch der Beginn der zweiten Hälfte den Gastgebern, die nach Treffern von Daniel Zourek und Andrius Zigelis wieder in Führung gingen (15:14, 34.). Beim Stand von 17:17 in der 43. Spielminute hatte Grgic genug gesehen und nahm eine Auszeit. Ob er jetzt die richtige Worte gefunden oder einen Zaubertrank an seine Jungs verteilt hatte, ist nicht bekannt. Aber ihre Wirkung hat die Auszeit nicht verfehlt. Als die VTZ in der 56. Spielminute mit 18:26 in Führung lag, schaltete sie gleich zwei Gänge zurück, was die Hausherren zu etwas Ergebniskosmetik noch nutzten. Den 22:26-Auswärtserfolg feiern die Zweibrücker nach Schlusspfiff ausgelassen. red./dos

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