Vortrag zur Schriftgeschichte

SAARBRÜCKEN Am Donnerstag, 1. März, 19 Uhr, wird im Holzhaus am Ilseplatz ein Vortrag zur Schriftgeschichte angeboten. Unter dem Titel „Es waren die Griechen, nicht die Römer“, spricht Stephan Weidauer über „Die griechische Majuskel als Mutter aller abendländischen Schriften“.

Während hierzulande allgemein gelehrt wird, alle europäischen Schriften entstammten der römischen Capitalis, also den lateinischen Großbuchstaben, wird hier nachgewiesen, dass die Römer ihre Schrift von den in Italien lebenden Griechen übernommen haben. Die griechische Schrift ihrerseits wurde durch Umformung und Anpassung aus der phönizischen Lautschrift gebildet.

Rund 3000 Jahre Schriftgeschichte mit Höhen und Tiefen für das Griechische werden gestreift und mit reichhaltigen Quellen belegt. Ein besonderes Augenmerk werfen wir auf die verblüffende zeitgleiche Entwicklung der Minuskel-Schrift – also der Kleinbuchstaben – im 9. Jahrhundert in Byzanz und Aachen. red./sh

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