Vortrag in der Schinkelkirche

Prof. Dr. Joachim Conrad zur Rolle der Evgl. Kirche an der Saar in der Völkerbundszeit

BISCHMISHEIM In Bischmisheim hat sich 2009 die Stiftung Schinkelkirche Bischmisheim konstituiert. Wesentlicher Stiftungszweck ist der Erhalt des berühmten, 1822-1824 von Karl Friedrich Schinkel errichteten evangelischen Gotteshauses, das mit seiner oktogonalen Form aus dem Rahmen der Kirchen in der näheren und weiteren Umgebung fällt und als ein Meisterwerk des Klassizismus und als „der“ Idealbau einer evangelischen Dorfkirche gilt.

Am Montag, dem 9. März, lädt die Stiftung Schinkelkirche Bischmisheim um 18 Uhr nach Bischmisheim in die Schinkelkirche zu einer besonderen Vortragsveranstaltung ein. Unter dem Titel „100 Jahre Völkerbund – das Verhältnis zwischen Evangelischer Kirche und dem Staat an der Saar“ wird Prof. Dr. Joachim Conrad, Pfarrer der Kirchengemeinde Kölln, der zudem Kirchengeschichte an der Universität des Saarlandes unterrichtet, zum Thema referieren.

Vor hundert Jahren kam das Saargebiet unter die Verwaltung des Völkerbundes. Damit waren die evangelischen Gemeinden an der Saar von ihren kirchlichen Zentren in Koblenz und Düsseldorf getrennt und mussten sich neu organisieren.

Neue Herausforderungen für evangelische Gemeinden

Das Engagement der Franzosen zur Schaffung einer nichtkirchlichen französischen Schule, die gesamte Problematik der Währungsveränderung, die aufkommenden sozialen Verwerfungen stellten die evangelischen Gemeinden vor ganz neue Herausforderungen.

Auf der anderen Seite schützte der Völkerbund die evangelische Kirche an der Saar vor dem Zugriff des aufkommenden NS-Regimes. Die im Reich erzwungenen Kirchenwahlen fanden an der Saar nicht statt. Die evangelische Kirche vor Ort gehörte, wenn auch nur für die Jahre 1933 bis 1935, zu den „intakten“ Kirchen“.

„Die Stiftung Schinkelkirche freut sich darauf, möglichst viele Besucherinnen und Besucher am 9. März in Bischmisheim zu dieser spannenden Vortragsveranstaltung begrüßen zu dürfen“, so Delf Slotta, Ratsvorsitzender der Stiftung Schinkelkirche.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Spende zur Förderung der Stiftungsarbeit wird erbeten. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. red./tt

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