Vorsorge für Starkregenereignisse treffen

Die Gemeinde Riegelsberg erarbeitet im Frühjahr ein detailliertes Konzept

RIEGELSBERG Viele saarländische Städte und Gemeinden, darunter auch die Gemeinde Riegelsberg, wurden in den letzten Monaten und Jahren mehr oder weniger stark von Unwetterereignissen heimgesucht. Dabei kam es durch Überflutungen infolge von Starkregen zu teils erheblichen Schäden an Gebäuden und In­frastruktur. Starkniederschläge nehmen infolge des Klimawandels in den nächsten Jahrzehnten an Häufigkeit und Intensität weiter zu.

Starkniederschläge können grundsätzlich nicht verhindert werden und ein vollständiger Schutz ist nicht möglich. Bis zu einem gewissen Grad kann jedoch durch angepasste Vorsorgemaßnahmen im Ereignisfall das Schadensausmaß deutlich reduziert werden.

„Wir wollen so gut es geht Vorsorge treffen“, so Bürgermeister Klaus Häusle. So wurde für das Gemeindegebiet im vergangen Jahr eine Starkregengefahrenkartierung ausgearbeitet. Die Karte zeigt Hochwasserrisiken für vorhandene Schutzgüter (Gebäude, Bebauungen, Infrastruktur) und auch in einer ersten Betrachtung Maßnahmen zur Verbesserung der Situation.

„Darauf aufbauend wird in diesem Frühjahr ein detailliertes Starkregenvorsorgekonzept ausgearbeitet. Darin sollen notwendige Maßnahmen konkret ausgearbeitet und mit einer entsprechender Priorisierung benannt werden. Diese notwendigen Maßnahmen müssen dann in den Folgejahren umgesetzt werden, auch wenn hier ein hoher finanzieller Aufwand für die Gemeinde entsteht“, so Häusle.

Maßnahmen zur Reduzierung der Folgen von Starkregen lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: Die objektbezogenen Maßnahmen wenden sich hauptsächlich an Hausbesitzer, während die Maßnahmen der Infrastruktur (z.B. Gewässerrenaturierung, Entflechtung von Oberflächenwasser, Schaffung von Regenrückhaltevolumen, Kanal-Aufweitung etc.) Aufgabe der Gemeinde sind.red./tt

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de