Völklinger Schüler tun was gegen Müll

VÖLKLINGEN Viele Schüler demonstrieren freitags für die Umwelt, Völklinger Schülerinnen und Schüler sind aktiv für ein sauberes Schulumfeld. Bereits zum zweiten Mal nach 2015 reinigten sie das Gelände vor ihrer Schule von achtlos weggeworfenem Müll.

Die AG Lebenswertes Völklingen des Sicherheitsbeirates Völklingen unter Federführung von Alexander Benzmüller und Walter Göggelmann hatte um Mithilfe gebeten, die stets zugemüllte Böschung an der Stadionstraße zu säubern, und die Gymnasiasten des Marie-Luise-Kaschnitz-Gymnasiums, die die Nachmittagsbetreuung besuchen, kamen mit ihrer Lehrerin Sabine Huth gerne wieder und griffen zu Rechen, Zangen und Eimer. Die AG Lebenswertes Völklingen hatte vorgesorgt, Werkzeug und Handschuhe für alle besorgt, die Straße sichern lassen (hier gilt das Lob dem städtischen Fachdienst, der unbürokratisch und schnell half) und im Park am Köllertal zwei durchsichtige Säulen aus Maschendraht installiert, in dem der gesammelte Müll landen sollte, als Beweis der Sammelleistung und als Mahnmal für die oft gedankenlosen Umweltverschmutzer.

Die Schüler werden diese beiden Säulen noch mit selbst gemalten Plakaten zum Thema schmücken.

Aber zuerst ging es am Freitagnachmittag ans Müllsammeln. Diese anstrengende und meist unappetitliche Arbeit war zwar eine willkommene Abwechslung zum Aufgabenmachen, aber angesichts der „Fundsachen“ hätten sich viele lieber mit Heft und Füller beschäftigt. Während mancher Müll noch durch den Wind zwischen die dichten Büsche getrieben worden sein könnte, erheben sich angesichts von Flaschen, Getränkedosen, Medikamenten in der Umverpackung und vielen benutzten Windeln doch erhebliche Zweifel an natürlichen Ursachen für den unansehnlichen Zustand der Umgebung der Bushaltestellen in der Stadionstraße. Nach etwa zwei Stunden bei Nieselregen, der die Kinder in ihrem Eifer nicht bremste, waren die beiden Säulen etwa halb voll, obwohl erst zwei Fünftel des schlecht zugänglichen Hanges vom Müll befreit waren.

Auch die AG des Sicherheitsbeirates war mit sieben Helfern, u.a. mit Iris Thul-Scheuer, aktiv.

Die Aktion wird in der Folgewoche fortgesetzt, die Müllsäulen bleiben als Anregung zum Nachdenken noch etwas länger stehen, bevor der städtische Bauhof sie ordnungsgemäß entsorgt.

Zum Abschluss posierten die Schüler stolz vor ihrer „Beute“ und wurden mit Schwimmbadfreikarten der Stadt und einer Verpflegungstüte des Verbrauchermarktes Globus belohnt. red./jb/

Foto: AG ­Sicherheitsbeirat

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