Viele Frage aufgeworfen

Wie geht es weiter an der Halde Maybach? – Infoveranstaltung der RAG

SULZBACH Die Halde Maybach soll aus der Bergaufsicht entlassen werden. Dafür muss die RAG Immobilien Gesellschaft rund um Halde Maybach einige Aufgabe erledigen.

Die Pläne dafür sorgen bei den Bürgern sowie den Vogelfreunden und dem Angelsportverein für viel Unruhe. Seit Wochen machen viele Gerüchte die Runde im Sulzbacher Stadtteil. Und so war es nicht verwunderlich, dass zur Informationsveranstaltung im Fischerheim am unteren Trenkelbachweiher fast 100 Interessierte gekommen waren.

Rudolf Krumm, Geschäftsführer der RAG Immobilien, und Projektleiter Klaus Krämer stellten sich den Fragen. Krumm machte dabei deutlich, dass es bei den Maßnahmen rund um die Halde darum gehe, diese für die Entlassung aus der Bergaufsicht standsicher zu machen. Hierzu müssten drei Aufgaben erledigt werden. Das sei zum einen das Bodenmanagement für die Herstellung des Gewerbegebietes auf Friedrichsthaler Bann und für die Verfüllung der großen Mulde auf dem Haldenplateau. Bei der Anlieferung des dafür erforderlichen Materials würden die LKW nicht durch Hühnerfeld fahren würden, so Krumm. Die Zufahrt erfolge über die vorhandene Bergetransportstraße auf Friedrichsthaler Bann.

Zweite Aufgabe ist die Sicherstellung der geordneten Ableitung des Regenwassers. Dazu sollen ein Rückhaltebecken und einen Graben entlang errichtet werden.

Die dritte Aufgabe ist nach Angaben von Rudolf Krumm die Sicherung der steilen Haldenflanken auf Hühnerfelder Seite. Diese müssten abgeflacht und der alte Haldenkegel abgetragen werden. Bei der Sicherung könne ein Weiher am Fuß durchaus ein Problem sein, gestand Krumm ein.

Jetzt aber werde diese Problematik untersucht. Noch gebe es diesbezüglich aber kein Gutachten. Eine Variante könne eine komplette oder teilweise Verfüllung des oberen Weihers sein. Man wisse aber, dass dieser für den Angelsportverein wichtig sei. Krumm: „Wir werden den Erhalt des Weihers in unsere Überlegungen miteinbeziehen.“

Während einige Anwohner durch die Arbeiten an der Halde Schäden an ihren Häusern befürchteten und andere zu starke Eingriffe in die Natur beklagten, hielten andere die Befürchtungen der RAG, die Halde könnte abrutschen, für übertrieben. Zum Ende seiner Ausführungen betonte Rudolf Krumm: „Wir nehmen die Sorgen und Probleme ernst. Sie sind bei uns angekommen. Aber egal, was auf der Halde passiert, wir müssen ihre Standsicherheit gewährleisten.“ Bei einer Begehung der Haldenflanke konnten sich alle ein genaues Bild von den Plänen der RAG machen. Dabei wurde von Bürgern auch die Möglichkeit angeregt, das gesammelte Wasser durch die Weiher zum Abwasser-sammler und schließlich zum Fischbach zu leiten. red./jb

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