Viel Unmut beim Sicherheitsbeirat

Schrottautos, Müll und wenig Fortschritt bei Radwegen

VÖLKLINGEN Mit viel Engagement und teilweise sehr emotional wurde in Septembersitzung des Sicherheits-beirates in der Kulturhalle Wehrden über offensichtliche Probleme in der Hüttenstadt diskutiert.

Die Anzahl der „Schrottautos“ am Alten Brühl und an einigen anderen augenfälligen Örtlichkeiten besonders in der Innenstadt waren den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern ein Dorn im Auge.

Damit einher geht ein erstaunlich hohes Aufkommen von Abschleppfahrzeugen und Tiefladern mit vornehmlich bulgarischen oder rumänischen Kennzeichen. Der Vorsitzende des Sicherheits-beirates wurde aufgefordert, bei der Stadt die gewerberechtlichen Voraussetzungen dafür in Erfahrung zu bringen. Dass rund um die Adressen der Neubürger aus Südosteuropa festgestellt werden kann, dass Müll und Abfall jeder Art und Größe unvorschriftsmäßig im öffentlichen Raum abgelagert werden, führt ebenfalls zu reichlich Verdruss bei den Bürgerinnen und Bürgern, und nicht nur bei den Anwesenden, wie viel Rückmeldungen an den Sicherheitsbeirat, aber auch in den sozialen Medien beweisen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf der Behörden. Die Polizei hat jüngst zugesagt, sich intensiver um die Neubürger und ihre Fahrzeuge zu kümmern. Wie die neue Integrationsbeauftragte der Stadt, Frau Rachida Mathieu, mitteilte, bereitet die Stadt eigene Maßnahmen vor, um Informationen zur Abfallentsorgung inklusive möglicher Bußgelder den Neubürgern näher zu bringen. Dem Sicherheitsbeirat erscheinen diese Bestrebungen im Ansatz gut gemeint, aber nur bedingt zur Lösung des Problems geeignet.

Ein zweites großes Thema war die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer in der Stadt. Hier sind trotz guter Vorschläge seitens der Arbeitsgruppe des Beirates und vieler klärender Besprechungen vor Ort nur wenige und langsame Fortschritte erkennbar. Wie ein Schildbürgerstreich wirkt es da, wenn bei der Neuasphaltierung der B 51 in Luisenthal vergessen wurde, Schutzstreifen für Radfahrer zu markieren. Diese sollen nun nach weiteren Vermessungsarbeiten im Frühjahr nachgetragen werden. Immerhin will die Stadt für Markierungsarbeiten im Straßenverkehr eine eigene Maschine anschaffen, allerdings erst 2021. Wenig sichtbare Forschritte gibt es der Radwegführung aus Richtung Püttlingen zu den Völklinger Schulen und in Wehrden am Leinpfad bzw. am Übergang zum Radweg in den Warndt. Die Stadt setzt darauf, dass sich mit dem Dienstantritt einer Verkehrsplanerin im Oktober hier einiges tut und die sehr konkreten Vorschläge des Verkehrsentwicklungsplanes zügig umgesetzt werden.

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