Via Romana ist auf dem Weg

Bei Mainzweiler entsteht ein Stück Römerstraße, gebaut vom Verein Legio XIII Gemina

Mainzweiler. Mit einem kräftigen Spatenstich haben Ottweilers Bürgermeister Holger Schäfer, Ortsvorsteher Achim Wegmann und der Vorsitzende des Vereins Legio XIII Gemina, Peter Klein, den Nachbau eines kleinen Stücks der alten Römerstraße zwischen Strasbourg und Mainz/Trier, auf den Weg gebracht.

An der L 292 zwischen Mainzweiler und Welschbach soll das alte Pflaster entstehen. Fast vollständig in Eigenleistung wollen die rund 20 Mimen der Reenactmentgruppe Legio XIIII das Projekt stemmen. Unterstützt werden sie dabei vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie unter Ministerin Monika Bachman, von Ministerpräsident Tobias Hans und der Staatskanzlei des Saarlandes, der Vereinigung Corrado Ulisse (Minden/Rom) und privaten Geldgebern. Die Stadt Ottweiler unterstützt zusammen mit dem Ortsvorsteher vor Ort. Das kleine Stück Land wurde vom Landwirt Christoph Rose als Pachtfläche zur Verfügung gestellt.

Die Authentische Rekonstruktion eines rund 20 Meter langen und 4,5 Meter breiten Straßenabschnitts aus der römischen Antike wird als Polygonalpflaster mit Ablaufrinne ausgeführt. Vervollständigt wird das Anschauungsobjekt durch einen 1,90 Meter hohen Meilenstein mit Inschriften und einen für die damalige Zeit typischen Merkurschrein als Wegheiligtum. Ergänzt werden soll das Ensemble mit einem Schaukasten, der den Aufbau der Straße in ihrer Schichtung widerspiegelt und zwei Schautafeln mit Text und Bildern. Wo möglich soll beim Bau in Handarbeit auch antikes Arbeitsgerät, wie geschmiedete Werkzeuge und antike Vermessungsinstrumente zum Einsatz kommen und dargestellt werden.

Für die Zukunft hat man noch geplant, das Straßenstück mit einem römischen Rundbogen zu beschließen und möglicherweise eine Straßenstation in Holzbauweise, eine sogenannte Statio, zu ergänzen.

Der Vereinsvorsitzende Peter Klein wünscht sich, dass der neu geschaffene Ort nach seiner voraussichtlichen Fertigstellung im Sommer dieses Jahres als außerschulischer Lernort, als Ausflugsziel und vielleicht auch als Austragungsort eines Römerfestes von der Bevölkerung angenommen wird. Durch die gemeinsame Bautätigkeit soll das Vereinsleben belebt, die Region um eine Attraktion bereichert und damit der Tourismus gefördert werden.

Wer sich über die Legion XIIII interessiert und ihre die Arbeit unterstützen möchte findet unter www.legio14.eu alle weiteren Informationen zu den Vereinsaktivitäten. jam

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