vhs-Brinnchestour fand guten Zuspruch

HASSEL Guten Zuspruch fand die Brinnchestour der vhs-Nebenstelle Hassel trotz hoher Temperaturen. „Dozent Franz Stolz, zertifizierter Natur- und Landschaftsführer, erklärte, woher die Brünnchen ihren Namen bekommen haben; außerdem erhielten die Teilnehmer umfangreiche geologische, naturkundliche und heimatkundlich-historische Informationen. So trägt das Jungfern- oder Kuckucksbrünnche zwei Bezeichnungen. Kuckuck selbst hat zwei Bedeutungen: Die Bezeichnung geht zurück auf „Gauch“, das hieß armer Tropf, Schelm und Spitzbube. Warum gerade die Hasseler „Kuckucke“ heißen, erklärte Franz Stolz scherzhaft: „Bekanntlich legt der Kuckuck ja seine Eier in fremde Nester.“ So erfuhren die Teilnehmer nicht nur, wie viel Quadratmeter Wald für jeden Deutschen zur Verfügung stehen, sondern dass der Wald zunimmt. Sie lernten auch viel über Buchen und Laubwald. Interessant war die Wanderung allemal, denn die Teilnehmer mussten raten, warum die Buchen chinesische Bärte tragen, und wie viel Bäume auf der ganzen Welt existieren. Die beiden ersten Brünnchen (Kahlenbergbrünnche, Foto, und Kuckucksbrünnche) waren einfach begehbar, schattige Bänke luden zum Sitzen ein. Früher wurden dort Vereinsfeste veranstaltet. Das Jungfernbrünnche ist fast zugewuchert. Am Christkönigbrunnen war der Abstieg noch gut, aber der Aufstieg vom Horstenbrunnen zum Hainbuchenbrunnen war ziemlich steil. Alle Brünnchen führten trotz Trockenheit noch Wasser. Während der Christkönigbrunnen wahrscheinlich von den Pfadfindern seinen Namen hat, erhielt der „Horschdebrunnen“ den seinen nach dem St. Ingberter Bürger Karl Georg Horst (1840-1891), der dort regelmäßig Bäder nahm, um sich von seiner Gehbehinderung zu heilen. Im Felsen eingehauen stand zu lesen: „Heil jedem kranken Leib zu Ehren Vater Kneipp“. Auf der Wanderung beantwortete der Dozent viele Fragen nach am Wege stehenden Pflanzen. Des Weiteren informierte Stolz über den Ringwall zwischen Hochscheid und Rotenkopf. red./jj / Foto: Strobel

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