„Verschweigen – Verurteilen“

Ausstellung zur Verfolgung homosexueller Menschen

SAARBRÜCKEN Vor zwei Jahren stimmte der Deutsche Bundestag für die Ehe für alle, seither dürfen auch gleichgeschlechtlich liebende Paare in Deutschland heiraten. Ein wesentlicher Schritt zur Gleichberechtigung und ein sehr weiter Weg bis dahin. Wie weit dieser Weg war, zeigt die Ausstellung „Verschweigen – Verurteilen“ über die Diskriminierung und strafrechtliche Verfolgung homosexueller Menschen von 1946 bis 1973 am Beispiel des Landes Rheinland-Pfalz.

Die Wanderausstellung „Verschweigen – Verurteilen“ wird vom 1. bis 16. August im Rathaus Saarbrücken gezeigt. Veranstalter ist die Arbeitsgruppe zur Erforschung der Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen, bestehend aus dem Stadtarchiv Saarbrücken, der FrauenGenderBibliothek Saar, dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, Landesverband Saar, dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien und der Landeszentrale für politische Bildung. Sie basiert auf den umfassenden Forschungsarbeiten von Dr. Kirsten Plötz und Dr. Günter Grau.

Die Ausstellung wird am 1. August, um 18 Uhr, im Saarbrücker Rathausfestsaal von Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, eröffnet. Im Anschluss wird die Kuratorin Dr. Kirsten Plötz eine Einführung in ihre Forschungsarbeit geben. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

red./tt

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